Die USA deportieren eine in Tampa festgenommene kubanische Mutter: Sie lässt ein stillendes Baby bei ihrem Vater zurück

Heydi Sánchez Tejeda, eine kubanische Mutter, die am Donnerstag von ICE deportiert wurde, lässt ihr stillendes Baby in den Vereinigten Staaten zurück.


Der US-amerikanische Zoll- und Grenzschutz (ICE) deportierte am Donnerstag die Kubanerin Heydi Sánchez Tejeda, die am Vortag während eines routinemäßigen Termins in den Migrationsbüros in Tampa, Florida, festgenommen wurde.

Die Frau, stillende Mutter, wurde am Flug mit 82 Migranten, der diesen Donnerstag in Havanna landete, zurück nach Kuba geschickt, während ihre erst einjährige Tochter im amerikanischen Gebiet bei ihrem Ehemann, Carlos Yuniel Valle, blieb, bestätigte dieser gegenüber CiberCuba.

Valle -der als amerikanischer Bürger gilt- schrieb eine kurze, schmerzerfüllte Nachricht an den Redakteur unserer Seite: "Sie haben sie ausgewiesen, mein Bruder."

Der Fall hat Empörung in der Migrantengemeinschaft ausgelöst, da das Mädchen noch gestillt wurde und die plötzliche Abschiebung die Mutter-Tochter-Bindung auf traumatische Weise unterbrach.

Sánchez war zu seinem Termin bei der Einwanderungsbehörde erschienen und hatte das Formular I-220B dabei, ein Dokument, das Migranten erlaubt, vorübergehend in den Vereinigten Staaten zu bleiben, während ihr Abschiebeerfahren bearbeitet wird.

Sin embargo, im Rahmen der neuen, strengerer Richtlinien, die von ICE unter der Verwaltung von Donald Trump eingeführt wurden, sind die Inhaber dieses Dokuments häufig Ziel von Festnahmen geworden, selbst wenn sie laufende rechtliche Verfahren haben.

Die Kubanerin hatte vor mehr als zwei Jahren die Regularisierung ihres Status über ein Familienantrag beantragt, erhielt jedoch bis heute keine endgültige Rückmeldung von den Behörden.

Trotzdem hielt er sich strikt an die von ICE auferlegten Bedingungen, einschließlich der pünktlichen Teilnahme an allen Einwanderungsterminen.

Sánchez wurde in einem Flugzeug repatriiert, das 82 kubanische Migranten von den Vereinigten Staaten nach Havanna am Donnerstagmorgen transportierte. Laut dem Innenministerium von Kuba sind mit dieser Operation bereits 450 Kubaner im Jahr 2025 deportiert worden, durch 15 Rückflüge aus verschiedenen Ländern.

Dies ist kein Einzelfall. In den letzten Wochen wurden mehrere Kubaner unter ähnlichen Umständen festgenommen.

Tal ist der Fall von Víctor Manuel Izquierdo Peralta, einem 21-jährigen jungen Mann, der ebenfalls in Tampa verhaftet wurde während eines Migrationstermins, trotz der Beantragung seiner legalen Aufenthaltsgenehmigung durch die Heirats mit einer US-amerikanischen Staatsbürgerin.

ICE informierte, dass man auf die Entscheidung des Falls aus Kuba warten müsse, obwohl keine der auferlegten Bedingungen verletzt wurde.

Die Abschiebungsflüge von den Vereinigten Staaten nach Kuba wurden im April 2023 von der Verwaltung von Joe Biden wieder aufgenommen.

Obwohl die Frequenz relativ niedrig war – mit durchschnittlich einem Flug pro Monat – befördert jeder mehr als 50 Personen.

Die kubanischen Behörden überprüfen die Akten, bevor sie die Rückkehr jedes Repatriierten genehmigen, was die Gesamtzahl der tatsächlichen Abschiebungen begrenzt.

Häufig gestellte Fragen zur Ausweisung von Heydi Sánchez Tejeda

Warum wurde Heydi Sánchez Tejeda abgeschoben?

Heydi Sánchez Tejeda wurde vom US-amerikanischen Einwanderungs- und Zolldienst (ICE) abgeschoben, obwohl sie ein I-220B-Formular hatte, das ihr erlaubte, vorübergehend im Land zu bleiben, während ihr Abschiebeprozess geklärt wurde. Die Abschiebung ist Teil der restriktiveren Politiken von ICE unter der Administration von Donald Trump.

Wie ist die Situation der Tochter von Heydi Sánchez nach ihrer Abschiebung?

Die Tochter von Heydi, die erst ein Jahr alt ist, blieb in den Vereinigten Staaten unter der Obhut ihres Vaters, Carlos Yuniel Valle, der amerikanischer Staatsbürger ist. Die plötzliche Abschiebung hat die Verbindung zwischen Mutter und Tochter unterbrochen und große Empörung sowie Besorgnis in der Migrantengemeinschaft ausgelöst.

Welche Auswirkungen hat die Verschärfung der ICE-Politiken auf kubanische Migranten?

Die Verschärfung der Richtlinien von ICE hat dazu geführt, dass Migranten mit leeren I-220B-Formularen häufigen Festnahmen ausgesetzt sind, selbst wenn sie laufende rechtliche Verfahren haben. Dies hat Besorgnis und Angst in der kubanischen Migrantengemeinschaft ausgelöst, die einem zunehmenden Risiko der Abschiebung gegenübersteht.

Wie hat die kubanische Gemeinschaft auf die jüngsten Abschiebungen reagiert?

Die kubanische Gemeinschaft hat mit Entsetzen auf Fälle wie den von Heydi Sánchez Tejeda reagiert, und die Abschiebungen als unmenschliche Handlungen angeprangert und sich mobilisiert, um eine Überprüfung der Fälle zu fordern. Die Trennung von Familien ist ein kritischer Punkt in der Diskussion über die Einwanderungspolitik in den Vereinigten Staaten gewesen.

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