Trump bittet den Obersten Gerichtshof, ihm zu gestatten, den rechtlichen Status des humanitären Parole aufzuheben

Trump fordert den Obersten Gerichtshof auf, das humanitäre Parole-Programm von Biden zu annullieren, das Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela einen vorübergehenden Status verleiht.

Donald TrumpFoto © X / @WhiteHouse

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Die Verwaltung von Präsident Donald Trump legte am Donnerstag eine Notfallbeschwerde beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein, um ein Gerichtsurteil aufzuheben, das die vorzeitige Beendigung des humanitären Parole-Programms verhindert, welches über 500.000 Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela einen vorübergehenden legalen Status gewährt.

Das Programm, das während der Amtszeit von Präsident Joe Biden eingerichtet wurde, ermöglichte es Personen aus diesen Ländern, per Flugzeug in die USA einzureisen, mit finanzieller Unterstützung und legal zwei Jahre lang zu wohnen, mit einer Erlaubnis zum Arbeiten; es war jedoch eines der ersten Programme, die Trump bei seinem Eintritt ins Weiße Haus zurücknahm.

Laut dem Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) haben mehr als 530.000 Migranten seit Ende 2022 von dieser Politik profitiert.

Die Regierung von Trump, die im Januar 2025 die Macht zurückerlangte, argumentiert, dass die Entscheidung des Bezirksgerichts Boston — die die massenhafte Abschaffung des Programms blockierte — in ihre exekutive Autorität in Bezug auf Einwanderungs- und Außenpolitik eingreift.

Das Urteil, erlassen von der Richterin Indira Talwani, stellt fest, dass die Regierung das humanitäre Parole nicht pauschal widerrufen kann, ohne jeden Einzelfall individuell zu prüfen, wie es das Gesetz vorschreibt.

„Das Bezirksgericht hat eine der bedeutendsten Entscheidungen dieser Administration in der Migrationspolitik aufgehoben“, erklärte Generalstaatsanwalt John Sauer in der Gerichtsverhandlung.

Die Verwaltung argumentiert, dass die Beibehaltung des aktuellen Programms die bundesweiten Bemühungen zur Abschreckung des illegalen Grenzübertritts untergräbt und die beschleunigte Durchführung von Ausweisungen erschwert.

Der Oberste Gerichtshof setzte den Klägern – einer Gruppe von Migranten, die von dem Programm profitieren, und ihren Unterstützern – eine Frist bis zum 15. Mai, um auf die Berufung der Regierung zu reagieren.

Organisationen, die sich für die Rechte von Migranten einsetzen, bezeichneten die Absicht, das Parole-Verfahren abzuschaffen, als „unbegründet“ und „verheerend“ und warnten, dass Hunderte von Tausenden von Arbeitnehmern in Gefahr wären, ihren legalen Status zu verlieren und der Abschiebung ausgesetzt zu werden.

Unter den Betroffenen sind Tausende von Cubanos, die nicht ein Jahr und einen Tag im Land verweilt haben, eine unerlässliche Voraussetzung, um sich auf das Cuban Adjustment Act zu berufen und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Dieser Antrag vor dem Obersten Gerichtshof fügt sich in eine Reihe von Maßnahmen der Trump-Regierung ein, die darauf abzielen, die unter der Biden-Administration implementierten Einwanderungspolitiken zurückzudrehen. Biden nutzte das humanitäre Parole als ein zentrales Instrument, um legale Einreisewege in das Land zu bieten und den Druck an der Südgrenze zu verringern.

Häufig gestellte Fragen zur Widerrufung des humanitären Parole durch Trump

Was ist das humanitäre Parole und wie viele Migranten haben davon profitiert?

Der humanitäre Schutz ist ein Programm, das die vorübergehende Einreise in die USA aus humanitären Gründen oder aus Gründen von erheblichem öffentlichem Nutzen ermöglicht. Seit seiner Einführung durch die Biden-Administration haben mehr als 530.000 Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela von diesem Programm profitiert, das ihnen vorübergehenden rechtlichen Status und eine Arbeitserlaubnis für zwei Jahre gewährt.

Warum will die Trump-Administration den humanitären Parole absagen?

Die Trump-Administration argumentiert, dass das humanitäre Parole nicht in der Lage war, die irreguläre Migration zu verringern oder die Grenzsicherheit zu verbessern. Trump behauptet, dass das Programm einen Missbrauch von Autorität darstellt und logistische Belastungen verursacht, insbesondere an Flughäfen und in lokalen Gemeinschaften. Außerdem hält er die Streichung für notwendig, um die Sicherheit der Amerikaner zu priorisieren.

Wie ist die aktuelle Situation des humanitären Paroles nach dem gerichtlichen Eingreifen?

Aktuell hat eine Bundesrichterin die Streichung des humanitären Paroles durch die Trump-Administration blockiert und verlangt eine individuelle Überprüfung jedes Falls, bevor die Genehmigung widerrufen werden kann. Dieses Urteil stoppt vorübergehend die Pläne für massenhafte Abschiebungen und hält die Schutzmaßnahmen für die Begünstigten aktiv, bis der laufende Rechtsstreit geklärt ist.

Welche Konsequenzen hat ein Migrant, wenn sein humanitäres Parole storniert wird?

Wenn das humanitäre Parole aufgehoben wird, verlieren die Migranten ihren rechtlichen Status und ihr Recht, in den USA zu arbeiten. Ohne eine andere rechtliche Grundlage für ihren Aufenthalt müssen sie das Land verlassen oder mit Abschiebungsverfahren rechnen. Dies könnte Hunderttausende von Personen betreffen, die ihr Leben in den Vereinigten Staaten unter diesem Programm aufgebaut haben.

Welche rechtlichen Schritte werden gegen die Streichung des humanitären Parole unternommen?

Organisationen für Menschenrechte und Migrantengruppen haben Klagen eingereicht, um die Streichung des humanitären Parole zu stoppen. Eine Richterin hat eine vorübergehende Verfügung erlassen, die die Maßnahme blockiert, und der Fall könnte vor den Obersten Gerichtshof gelangen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Rechte der Migranten zu schützen und sicherzustellen, dass jegliche Änderung ihres rechtlichen Status gemäß dem Gesetz erfolgt.

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