Ein neues Video des kubanischen Content-Erstellers Michel Crónicas, der in Mexiko lebt, ist auf TikTok viral geworden, da es die Unterschiede zwischen einem einfachen Frühstück in diesem Land und dem zeigt, was er in seiner Heimat Kuba als "Luxus" betrachtet.
„In Kuba ist es ein echter Luxus, wie eine anständige Person zu frühstücken“, behauptet der Influencer, während er sein gewohntes Frühstück in mexikanischen Landen zeigt: frisches saisonales Obst (Ananas und Orange), Kaffee mit Milch, zwei Eier mit Brot und Käse. „Hier kann ich wirklich zwei Eier frühstücken… mit zwei Scheiben Brot“, sagt er im Kontrast zur Knappheit und den hohen Preisen dieser Lebensmittel auf der Insel.
Der Inhalt hat Tausende von Reaktionen ausgelöst, hauptsächlich aus Mexiko, wo die Nutzer Überraschung, Solidarität und Dankbarkeit für ihre eigenen Lebensbedingungen zum Ausdruck bringen. "Oft wissen wir nicht, was wir haben", schrieb eine Nutzerin. Eine andere kommentierte: "Ich folge deinem Inhalt, ich hätte nie gedacht, dass es in Kuba so schlecht ist, das Fernsehen zeigt dir niemals diese Realität."
Michel weist außerdem darauf hin, dass Eier in Kuba "extrem teuer und kaum erhältlich" sind, Käse nur in Geschäften für US-Dollar verkauft wird und es keine Auswahl gibt, das Brot auf "eines pro Person" beschränkt ist und frisches Obst ein Privileg darstellt. Im Gegensatz dazu hebt er in Mexiko die Zugänglichkeit und Normalität dieser Grundnahrungsmittel hervor.
Berührte und polarisierte Kommentare
Unter den mehr als 60 hervorgehobenen Kommentaren danken viele Mexikaner Michel für sein Zeugnis und sagen, dass "wir in Mexiko gesegnet sind" und dass "wir mehr wertschätzen sollten". Einige empfangen ihn als Teil ihres Landes: "Bruder, willkommen in deinem Zuhause, das Mexiko ist", kommentierte ein Nutzer.
Es gab jedoch auch kritische Stimmen. Einige Nutzer verteidigten das kubanische Regime und nannten die amerikanische "Blockade" als Ursache für die Knappheit. Andere fragten sich, warum so viele Kubaner ihr Land kritisieren oder die Vergleiche für übertrieben halten.
Ein Zeugnis, das sich anderen Stimmen anschließt
Dieses Video ist nicht die erste virale Reflexion von Michel. Im vergangenen Mai teilte er seine Erfahrungen darüber, wie es für ihn erschwinglich war, in einem Hotel in Mexiko zu übernachten, während er sich in Kuba nie etwas derartiges leisten konnte, selbst nicht als Universitätsprofessor.
Bei einer anderen Gelegenheit erzählte er von den Transportmöglichkeiten in Mexiko im Vergleich zu den Mühen, die mit dem Reisen zwischen den kubanischen Provinzen verbunden sind, und wie der ständige Zugang zu Elektrizität ihm weiterhin wie ein Privileg erscheint.
Andere Kubanerinnen haben ebenfalls diese Vergleiche angestellt. Lietty Piña, aus Mexiko, sprach darüber, wie Produkte wie Toilettenpapier, Coca-Cola und Kleidung in Kuba Luxusgüter sind. Und Anita Mateu, die in Spanien lebt, hob hervor, was es bedeutet, Freiheit zu haben, um zu wählen, was man frühstücken möchte oder den Stromanbieter ohne Einschränkungen zu wechseln.
Jenseits der Kritiken oder Lobeshymnen dienen die Berichte von ausgereisten Kubanern vielen Lateinamerikanern als Fenster, die, wenn sie diese Vergleiche hören, den Alltag mit neuen Augen neu entdecken.
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