
Verwandte Videos:
In einem ungewöhnlichen modus operandi entführte ein Mann zwei Rinder in der Gemeinde Báguanos, in Holguín, nicht mit der Absicht, sie zum Verkauf ihres Fleisches zu schlachten, wie es in Kuba üblich ist, sondern um 60.000 Pesos Lösegeld von ihrem Besitzer zu verlangen, ein Vorhaben, das die Polizei vereitelte.
Laut einem Beitrag auf dem Facebook-Konto “Cazador-Cazado”, das mit dem Ministerium für Inneres (Minint) verbunden ist, hat Juan Tomás Almenares die Tiere im Viertel Los Jobos gestohlen und wollte vom Eigentümer eine solche Geldsumme fordern, doch bevor er seinen Plan verwirklichen konnte, wurde er von den Behörden festgenommen.
Die Seite, die gewöhnlich einen spöttischen Ton verwendet, um die Handlungen von Straftätern offenzulegen, kritisierte den Entführer dafür, dass er "auf Kosten anderer leben" wollte, und lobte das Vorgehen der Polizei zur Aufklärung dieses Falls.
Sin embargo, laut von der kubanischen Regierung veröffentlichten Daten ist der Diebstahl von Großvieh zu Zwecken der Schlachtung und des illegalen Verkaufs von deren Fleisch ein immer häufiger vorkommendes Verbrechen in Kuba, trotz der Bemühungen der Behörden, solche Vorfälle zu stoppen, die die Produzenten schwerwiegend beeinträchtigen. Ein großer Teil der Fälle bleibt ungestraft.
Der alarmierende Anstieg von Viehdiebstahl und illegaler Tötung von Rindern in Kuba in den letzten Jahren spiegelt die Krise in der landwirtschaftlichen Produktion und die immer größer werdende Unsicherheit in ländlichen Gebieten wider.
Im April beendete ein Polizeieinsatz eine Reihe von Diebstählen, die Landwirte in ländlichen Gemeinden des Landkreises Mayarí in Holguín in Angst versetzt hatten. Die Behörden fingen eine Bande von sieben Tiermetzgern auf, die im Besitz von mehr als 400 Pfund gestohlenem Rindfleisch, vier lebenden Kühen, fünf Pferden und verschiedenen Werkzeugen waren, die für den Schmuggel von Vieh verwendet wurden.
In einer jüngsten Operation hat das Minint ein kriminelles Netzwerk aufgelöst, das ebenfalls dieser Tätigkeit nachging in Santa Clara, Provinz Villa Clara.
Von Januar bis August 2024 wurden insgesamt 1.615 kubanische Bürger vor Gericht gestellt und verurteilt wegen Handlung im Zusammenhang mit dem Verbrechen der illegalen Tötung von Großvieh und dem Handel mit deren Fleisch. Laut den vom Staat veröffentlichten Zahlen erhielten 90 % der Verurteilten Haftstrafen, und von ihnen wurden 78 % zu bis zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.
Eine nationale Überprüfung, die vom Departamento del Registro Pecuario des Ministeriums für Landwirtschaft (MINAG) zwischen März 2024 und Januar 2025 durchgeführt wurde, entdeckte 181.854 „Unregelmäßigkeiten“ in der Kontrolle des Viehbestands in Kuba, darunter Fälle von Diebstahl und illegalem Schlachten, nicht gemeldete Todesfälle, illegaler Kauf und Verkauf sowie das Verschwinden von Tieren.
Die Provinzen mit den meisten Verstößen waren Pinar del Río, Mayabeque und Las Tunas, mit insgesamt 1.128 ungeklärten Fällen.
Häufig gestellte Fragen zum Diebstahl und illegalen Handel mit Vieh in Kuba
Wie wurde der Rindviehentführer in Holguín gefasst?
Der Rinderentführer in Holguín wurde von der Polizei gefasst, bevor er ein Lösegeld von 60.000 Pesos vom Eigentümer des Viehs fordern konnte. Der Eingriff wurde von der Seite "Cazador-Cazado", die dem Innenministerium zugeordnet ist, gelobt, da sie das schnelle Handeln der Behörden hervorhob, um den Plan des Täters zu vereiteln.
Was sind die Folgen des Viehdiebstahls in Kuba?
Der Viehdiebstahl in Kuba betrifft die Produzenten und die Wirtschaft des Landes schwerwiegend. Diese Verbrechen verursachen erhebliche wirtschaftliche Verluste und tragen zur Ernährungs Krise bei, da der Diebstahl und die illegale Schlachtung von Großvieh ein zunehmend verbreitetes Phänomen ist, das die Regierung trotz Maßnahmen und strenger Strafen nicht stoppen konnte.
Welche Maßnahmen hat die kubanische Regierung ergriffen, um den illegalen Viehschlachtet zu bekämpfen?
Die kubanische Regierung hat die Polizeieinsätze und die demonstrativen Prozesse verstärkt, um den illegalen Viehopfer zu bekämpfen. Diese Maßnahmen sollen den illegalen Fleischhandel abschrecken, obwohl die Bevölkerung die Wirksamkeit dieser Maßnahmen aufgrund der anhaltenden Unsicherheit und Korruption im Umgang mit diesen Verbrechen in Frage stellt.
Warum ist der Schwarzmarkt für Rindfleisch in Kuba nach wie vor so dominant?
Der Schwarzmarkt für Rindfleisch dominiert weiterhin in Kuba aufgrund der Knappheit in den offiziellen Verkaufsstellen und der hohen Preise, die dieses Produkt für viele Kubaner unerschwinglich machen. Das Fehlen legaler und zugänglicher Optionen zwingt die Bevölkerung, auf den informellen Markt zurückzugreifen, um ihre Ernährungsbedürfnisse zu decken.
Archiviert unter: