Warnung vor Betrügereien an Kubaner, die Geld von Tapachula senden

Die Ausweitung dieser Praxis, ohne rechtliche Grundlage oder Garantien, hat Alarm ausgelöst, nachdem mehrere Betrugsfälle gemeldet wurden.


Cubanos in Tapachula, Mexiko, riskieren ihr Geld, indem sie informelle Wege nutzen, um Überweisungen zu senden, inmitten einer wachsenden Nachfrage, die durch die wirtschaftliche Krise in Kuba und die dringende Notwendigkeit, ihren Familien zu helfen, angeheizt wird. In einigen Fällen ist das Saldo jedoch negativ.

Die Ausbreitung dieser Praktiken ohne rechtliche Grundlage oder Garantien hat Alarm ausgelöst, da die Kommunikation häufig über soziale Netzwerke wie Facebook und WhatsApp erfolgt, gemäß der Webseite Diario del Sur.

„Die Notwendigkeit führt viele dazu, diesen Personen zu vertrauen und Geld zu senden, ohne die Sicherheit zu haben, dass es bei ihren Familien ankommt“, erläuterte Alisa Escobar, eine kubanische Bürgerin, die diese Dienste genutzt hat, dem genannten Medium. Obwohl sie in ihrem Fall sagt, keine Probleme gehabt zu haben, gibt sie zu, von anderen Betrogenen zu wissen, die keine Möglichkeit haben, das Gesendete zurückzubekommen.

Für jede gesendete 1.000 mexikanische Pesos erhalten die Familien in Kuba etwa 17.000 kubanische Pesos, berichten die Nutzer. „Es ist nicht viel, aber es bedeutet eine Erleichterung für sie“, fügte Escobar hinzu.

Es ist erwähnenswert, dass die Gemeinschaft der Kubaner in Mexiko gewachsen ist. Mehr als 11.000 Personen beantragten Asyl zwischen Januar und September 2024, gemäß den Daten, die von der Kommission zur Unterstützung von Flüchtlingen des nordamerikanischen Landes (COMAR) veröffentlicht wurden.

Proliferation informeller Netzwerke

Das Angebot von „schnellen und sicheren Überweisungen“ hat sich in digitalen Gruppen vervielfacht, genährt von mangelndem Zugang zu formalen Kanälen, finanziellen Einschränkungen und der kritischen Situation auf der Insel. Das Fehlen von Regulierungen macht dieses Phänomen zu einem fruchtbaren Boden für Betrüger, die völlig ungestraft agieren.

Rechtliche und steuerliche Risiken

In ihren Aussagen gegenüber den Medien wies die Buchhalterin Claudia Córdoba darauf hin, dass diese Vorgänge nicht nur wirtschaftliche Risiken mit sich bringen, sondern auch mögliche rechtliche Sanktionen: „Sowohl Absender als auch Empfänger können in Schwierigkeiten geraten, wenn nachgewiesen wird, dass diese Transaktionen gegen mexikanische oder kubanische Steuerbestimmungen verstoßen. Es handelt sich um Vorgänge am Rande des Gesetzes, ohne jeglichen rechtlichen Schutz.“

Aufforderung zur Nutzung regulierter Dienstleistungen

Ante diesem Panorama werden Migranten dazu aufgefordert, ausschließlich formale und autorisierte Unternehmen für den Geldtransfer zu nutzen. Obwohl informelle Alternativen zugänglicher oder kostengünstiger erscheinen mögen, ist das Risiko eines totalen Geldverlustes oder von Sanktionen hoch, und sind oft diejenigen betroffen, die es sich am wenigsten leisten können.

Ein dringender Aufruf zur Vorsicht in einer Gemeinschaft, die ums Überleben kämpft, ihre Familien zu unterstützen und dies oft ohne mehr Waffen als das Vertrauen tut.

Häufig gestellte Fragen zum Geldversand und zur Situation der Kubaner in Tapachula

Welche Risiken gibt es beim Versand von Remittancen nach Kuba von Tapachula aus?

Der Versand von Überweisungen von Tapachula nach Kuba über informelle Kanäle birgt mehrere Risiken. Diese Praktiken verfügen über keine rechtliche Grundlage und Garantien, was sie zu einem fruchtbaren Boden für Betrügereien macht. Viele Kubaner nutzen soziale Netzwerke wie Facebook und WhatsApp, um diese Transaktionen durchzuführen, was das Risiko eines Geldverlustes ohne Möglichkeit der Rückgewinnung erhöht.

Warum nutzen die Kubaner in Tapachula informelle Wege, um Geld nach Kuba zu senden?

Die wirtschaftliche Krise in Kuba und der fehlende Zugang zu formalen Geldüberweisungswegen zwingen viele Kubaner in Tapachula, informelle Alternativen zu suchen. Die finanziellen Einschränkungen und der dringende Bedarf, ihre Familien zu unterstützen, fördern die Nutzung dieser informellen Wege. Diese Praxis ist jedoch riskant, da sie keine rechtlichen Garantien bietet und zu Betrug führen kann.

Wie viele Kubaner haben kürzlich in Mexiko Asyl beantragt?

Según datos de la Comisión de Ayuda a Refugiados de México (COMAR), mehr als 11.000 Kubaner haben zwischen Januar und September 2024 Asyl in Mexiko beantragt. Diese Zahl spiegelt den Anstieg der Migration von Kubanern nach Mexiko wider, der durch die Wirtschaftskrise und die Repression in Kuba ausgelöst wird.

Welche Risiken haben die Kubaner in Tapachula neben den Betrügereien beim Geldversand?

Neben den wirtschaftlichen Risiken sehen sich die Kubaner in Tapachula mit einer wachsenden Unsicherheit in der Region konfrontiert. Der Anstieg von Entführungen, Diebstählen und Erpressungen hat viele Migranten dazu veranlasst, vorsichtiger zu sein und ihre alltäglichen Aktivitäten einzuschränken. Die Sicherheitslage wird durch die mangelnde effektive Reaktion der lokalen Behörden verschärft.

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