Der nationale Direktor für Epidemiologie des Ministeriums für öffentliche Gesundheit (MINSAP), Francisco Durán García, warnte an diesem Donnerstag vor dem Anstieg von übertragbaren Krankheiten während der Sommermonate in Kuba, insbesondere solchen, die mit Wasserverschmutzung, unsachgemäßer Lebensmittelkonservierung und hohen Temperaturen verbunden sind.
Durante seiner Teilnahme an den Noticiero del Mediodía des staatlichen Senders Canal Caribe, erklärte Durán, dass derzeit keine alarmierenden Berichte über Dengue oder das Oropouche-Virus vorliegen und dass das höchste Risiko in dieser Saison Krankheiten mit gastrointestinaler Übertragung betrifft. Er erwähnte auch die Notwendigkeit, auf Atmungswegserkrankungen und andere häufige Infektionen zu achten, die in dieser Zeit auftreten.
„Es gibt bereits Kinder in den Ferien, der Strand kommt, die Hitze, und damit ein erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Erkrankungen wie akute Durchfälle, Salmonellose, Shigellose und Hepatitis A“, so der Beamte. Er fügte hinzu, dass der Zustand der Wasserinfrastruktur und die Schwierigkeiten, Wasser zu kochen oder zu chlorieren, Aspekte sind, die bei der Prävention neuer Ansteckungen berücksichtigt werden müssen.
Durán bestand auf der Notwendigkeit, die Lebensmittel angemessen zu waschen, insbesondere rohes Gemüse, und die Hygiene des Trinkwassers zu gewährleisten. „Wir kennen die Schwierigkeiten, die es mit dem Wasser gibt. Wir sind nicht unberührt davon“, betonte er.
Brotes der letzten Zeit und Hintergrundinformationen
Die Prognose eines Anstiegs der Fälle erfolgt in einem Kontext, in dem Ausbrüche von Hepatitis A in mehreren Provinzen gemeldet wurden. Am 25. Mai bestätigten Gesundheitsbehörden im Landkreis Cárdenas, Provinz Matanzas, Infektionsherde in den Stadtvierteln 13 de Marzo und La Marina, die mit dem Konsum von kontaminiertem Wasser in Verbindung stehen.
Die Doktorin Rosangel Fernández Ruiz, Direktorin für Gesundheit in Cárdenas, empfahl, die Maßnahmen zur persönlichen und häuslichen Hygiene zu verstärken. Zudem wurden lokale Maßnahmen wie die Haustürüberwachung in betroffenen Gebieten und die Verstärkung der Chlorierung öffentlicher Wasserquellen aktiviert.
Im Januar informierte das MINSAP über einen Anstieg der Fälle in der Provinz Sancti Spíritus, insbesondere in der Gemeinde La Sierpe, wo mehr als 1.000 Personen diagnostiziert wurden. Im Jahr 2024 wurden auch Ausbrüche in Gebieten wie dem Stadtteil Reina von Cienfuegos gemeldet, wo mehr als 5.000 Fälle im Zusammenhang mit der Nutzung von mit Abwasser kontaminiertem Wasser identifiziert wurden.
Das Ministerium für Gesundheit hatte bereits im Dezember 2024 gewarnt, dass Hepatitis A weiterhin eine Sorge darstellt, insbesondere in städtischen Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte und begrenzten sanitären Bedingungen.
Empfohlene Präventionsmaßnahmen
Hepatitis A ist eine Viruskrankheit, die die Leber betrifft und durch Kontakt mit infiziertem Stuhl übertragen wird, hauptsächlich über Wasser oder Lebensmittel. In vielen Fällen zeigt sie keine schweren Symptome, kann aber insbesondere Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen stärker betreffen.
Die Behörden empfehlen die folgenden Maßnahmen, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern:
- Das Wasser für den Verzehr mit Hypochlorit behandeln oder, wenn möglich, abkochen.
- Obst, Gemüse und Kochutensilien gut waschen.
- Hände regelmäßig mit Wasser und Seife waschen.
- Geschirr, Gläser und Besteck nicht teilen.
Durán erinnerte daran, dass der Sommer die Ausbreitung dieser Krankheiten begünstigt und dass die Prävention in hohem Maße von den hygienischen Gewohnheiten im Haushalt und in der Gemeinschaft abhängt.
Häufig gestellte Fragen zum Anstieg übertragbarer Krankheiten in Kuba während des Sommers
Warum nehmen übertragbare Krankheiten in Kuba während des Sommers zu?
Die Zunahme übertragbarer Krankheiten in Kuba während des Sommers ist hauptsächlich auf Faktoren wie Wasserverunreinigung, unsachgemäße Lebensmittelkonservierung und hohe Temperaturen zurückzuführen. Diese Faktoren begünstigen die Vermehrung von Bakterien und Viren und erhöhen das Risiko von Verdauungs- und Atemwegserkrankungen.
Welche Krankheiten sind im Sommer in Kuba am häufigsten?
Im Sommer in Kuba sind die häufigsten Krankheiten solche mit gastrointestinaler Übertragung, wie akute Durchfallerkrankungen, Salmonellose, Shigellose und Hepatitis A. Auch sollte man auf Atemwegserkrankungen achten, die durch die klimatischen Bedingungen und die mangelhafte sanitäre Infrastruktur zunehmen können.
Welche Maßnahmen werden empfohlen, um Hepatitis A in Kuba vorzubeugen?
Um Hepatitis A in Kuba vorzubeugen, wird empfohlen, Trinkwasser mit Natriumhypochlorit zu behandeln oder es zu kochen, Obst, Gemüse und Kochutensilien gründlich zu waschen und eine strenge persönliche Hygiene einzuhalten. Außerdem sollte der Austausch von Tellern, Gläsern und Besteck vermieden werden, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.
Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um die Ausbrüche von Krankheiten zu kontrollieren?
Die kubanische Regierung hat epidemiologische Überwachungsmaßnahmen und verstärkte Chlorierung öffentlicher Quellen umgesetzt, um Krankheitsausbrüche zu kontrollieren. Dennoch ist die Wirksamkeit dieser Maßnahmen durch fehlende Ressourcen und Ineffizienz im Gesundheitswesen eingeschränkt, was die Bevölkerung anfällig für neue Ansteckungen macht.
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