So würde ein echtes Werbevideo von ETECSA klingen

Der Komiker Yaniel Castillo parodiert ETECSA in einem Video, das deren Einschränkungen sowie die Abhängigkeit von ausländischen Aufladungen kritisiert und somit die Unzufriedenheit vieler Kubaner mit dem Staatsunternehmen widerspiegelt.

Yaniel Castillo / Werbung von ETECSAFoto © Instagram Yaniel Castillo / Werbung von ETECSA

Der kubanische Komiker und Imitator Yaniel Castillo (@yanielcastillo_) hat erneut die Aufmerksamkeit der Internetnutzer auf sich gezogen mit einem Video, das einen Werbespot von ETECSA parodiert, jedoch mit einem sarkastischen Dreh, der die Unzufriedenheit vieler Kubaner widerspiegelt.

Im Audiovisuellen spricht Castillo die Stimme des Sprechers eines institutionellen Spots, ändert jedoch die Botschaft, um das zu zeigen, was laut vielen Nutzern das wahre Gesicht der einzigen Telekommunikationsunternehmen in Kuba ist.

“Laden Sie jetzt bei uns auf. Sie können dies nur einmal im Monat tun. Ihr Angehöriger dort draußen kann jedoch so oft aufladen, wie er möchte”, sagt er mit feierlicher Stimme und ahmt den offiziellen Stil der ETECSA-Anzeigen nach.

"Wir sind ETECSA, das Unternehmen Nummer eins, das die Kubaner betrügt."

In einem anderen Moment äußert der Humorist Sätze wie „ETECSA, jeden Tag näher an deinem Geldbeutel“ und ETECSA, 25 Jahre mit dem Yuma, in Anspielung auf die Abhängigkeit des sozialistischen Staatsunternehmens von den aus dem Ausland gesendeten Aufladungen, insbesondere aus den Vereinigten Staaten.

Das Video, kurz aber prägnant, wurde in den sozialen Netzwerken geteilt, wo viele es als eine direkte Kritik am wirtschaftlichen Modell des Unternehmens betrachten, das die Aufladungen in kubanischen Pesos einschränkt und ausländische Währungen priorisiert, wodurch die Hälfte seiner Nutzer ohne Zugang zum Internet bleibt.

Häufig gestellte Fragen zu ETECSA und der aktuellen Situation der Telekommunikation in Kuba

Warum hat ETECSA die Aufladungen in kubanischen Pesos limitiert?

ETECSA hat die Aufladungen in kubanischen Pesos auf maximal 360 CUP pro Monat beschränkt, unter Berufung auf betriebliche und finanzielle Schwierigkeiten. Diese Maßnahme betrifft hauptsächlich die Kubaner, die keine Überweisungen erhalten, da die umfangreicheren Auflademöglichkeiten nur in US-Dollar verfügbar sind. Die Politik wurde kritisiert, weil sie die digitale Ungleichheit im Land erhöht.

Wie hat die kubanische Bevölkerung auf die neue Preiserhöhung von ETECSA reagiert?

Die Reaktion der Bevölkerung war von starker Kritik und Unzufriedenheit geprägt, die sowohl in Protesten in sozialen Netzwerken als auch in Erklärungen von öffentlichen Personen und Studentenorganisationen zum Ausdruck kam. Die Preiserhöhung wird als Strategie angesehen, um die Aufladungen in ausländischen Währungen zu bevorzugen, was viele Kubaner ohne angemessenen Zugang zu Internetdiensten zurücklässt.

Welchen Einfluss hat die neue Politik von ETECSA auf das tägliche Leben der Kubaner?

Die neue Politik von ETECSA verwandelt den Zugang zum Internet in ein Luxusgut für viele Kubaner, insbesondere für diejenigen, die keine Geldüberweisungen erhalten. Dies beeinträchtigt den Zugang zu Informationen, Bildung und Kommunikation und verstärkt die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit auf der Insel.

Welche Kritiken wurden hinsichtlich der Verwaltung von ETECSA laut?

Die Kritik an ETECSA konzentriert sich auf ihre Ineffizienz und die Wahrnehmung, dass sie die Einnahme von Devisen über den gleichberechtigten Zugang zu Dienstleistungen stellt. Der Firma wird vorgeworfen, Millionen von Dollar eingenommen zu haben, ohne bedeutende Verbesserungen an der technologischen Infrastruktur des Landes vorzunehmen.

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