„Ich kann nur an eine Sache denken“: Kubanerin stellt erschütternde Frage in den sozialen Medien

Cynthia Ríos sorgt in den sozialen Medien für Aufsehen mit einem Video, das die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe in Kuba offenbart. Ihre Reflexion findet bei den Kubanern Anklang.

Cynthia RíosFoto © Instagram Cynthia Ríos (@cynthiaryta)

Die kubanische Content-Erstellerin Cynthia Ríos (@cynthiaryta) hat bei den Internetnutzern eine sehr empfindliche Saite zum Klingen gebracht. Ihr Video fasst in wenigen Sekunden eine erschütternde Realität für Tausende von Kubanern zusammen: die Abhängigkeit von externer Hilfe zum Überleben.

Cynthia durchläuft schnell alltägliche Situationen, in denen sie bei einem Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten, Elektrogeräten, Hygieneprodukten oder Kleidung ihr Handy zückt und eine Lösung findet.

Diese Lösung ist nicht in Kuba, sondern außerhalb seiner Grenzen. Die Sequenz zeigt, wie er immer wieder Notfälle mit ein paar Berührungen auf dem Bildschirm, einem Anruf oder einer Nachricht löst, aber der finale Dreh des Videos ist verheerend.

Ohne mobile Daten und kurz davor, die Verbindung zu verlieren, sendet die junge Frau eine letzte Nachricht: „Schwester, kannst du mir bitte aufladen? Ich kann nicht einmal das ohne deine Hilfe machen.“

La respuesta llega enseguida: "Está bien, cada vez todo es más difícil". Cynthia le dedica unas palabras a su hermana en un mensaje de voz: "Agradezco todo lo que haces por nosotros, pero te confieso que ahora solo puedo pensar en una cosa: Was machen die Menschen, die draußen niemanden haben?".

Die Frage hallte stark unter den hunderten von Kubanern wider, die das Video kommentierten. Der Inhalt wurde zu einer intimen und zugleich kollektiven Reflexion über die Abhängigkeit derjenigen, die Verwandte im Ausland haben.

„Ich dachte, du würdest eine Versandagentur bewerben, und ich habe bis zum Ende darüber geurteilt. Und wow... Entschuldigung, ich fand dein Video großartig“, gestand eine Userin.

Eine andere schrieb: „Ich lese die anderen Kommentare und schwöre dir, dass ich deine Worte fühlen kann. Ich glaube, es war das schönste Video, das ich zu diesen Themen gesehen habe.“

Die unterstützenden Nachrichten ließen nicht lange auf sich warten: „Danke, dass du dieses Video gemacht hast“, „Ich stelle mir auch diese Frage“, „Kuba tut weh“, „Jeden Tag frage ich meine Mama: ‘Was macht die Leute, die hier in den USA niemanden haben?’“.

Die emotionale Belastung des Videos hat eine Welle der Empathie ausgelöst. Viele Nutzer gaben an, sich damit identifiziert zu fühlen und versicherten, dass das Material "das ausdrucksstärkste" und "das traurigsten" sei, das sie in den sozialen Medien in den letzten Tagen nach den neuen Tarifen von ETECSA gesehen haben.

Mit einer einfachen, aber kraftvollen Erzählweise hat Cynthia Ríos es geschafft, eine intime Frage in einen kollektiven Spiegel zu verwandeln: Wie überleben die Menschen in Kuba, die niemanden im Ausland haben?

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Gretchen Sánchez

Branded Content Writer bei CiberCuba. Doktorin der Wissenschaften an der Universität Alicante und Diplomierte in Sozial- und Kulturstudien.