„Zwischen Medaillen und Versprechen gerieten sie in Vergessenheit“: Aktivist aus Santiago richtet Botschaft an die kubanischen Eltern

Von Santiago de Cuba aus ehrte Yasser Sosa Tamayo vergessene Väter mit einer bewegenden Botschaft und Szenen seiner solidarischen Arbeit, die sich an Menschen in Notlage richtet.

Aktivisten unterstützen Eltern und Großeltern in Obdachlosigkeit in Santiago de CubaFoto © Captura Video Facebook / Yasser Sosa Tamayo

Am Tag der Väter, der Aktivist aus Santiago, Yasser Sosa Tamayo, teilte eine emotionale Botschaft, die den kubanischen Vätern und Großvätern gewidmet ist, die, nach seinen Worten, “in Vergessenheit geraten sind zwischen Zinnmedaillen und gebrochenen Versprechen”.

Sosa, bekannt in Santiago de Cuba für seine solidarische Arbeit mit bedürftigen Menschen, veröffentlichte seine Reflexion auf Facebook begleitet von einem Video, in dem er Essen an ältere Menschen auf den Straßen verteilt. Dies ist eine Praxis, die er seit Monaten aufrechterhält, als ständiges Zeichen von Würde und zivilem Widerstand.

Captura Facebook / Yasser Sosa Tamayo

„Für die Alten aus meinem Dorf. Für all jene Großeltern, die zwischen Blechmedaillen und gebrochenen Versprechen an der Ecke des Vergessens sitzen geblieben sind“, schrieb der Aktivist, sichtlich bewegt.

Die Botschaft, poetisch und zugleich zutiefst politisch, umfasst Eltern, die aus Gewissensgründen inhaftiert sind, gezwungene Emigranten, Opfer des Meeres und Freunde, die aus der Ferne kämpfen, einschließlich einer besonderen Erwähnung seines eigenen Großvaters, dem er seine Hommage widmet.

Für die, die hinter Gittern sitzen, weil sie ihre Wahrheit und die vieler verteidigen. Für die, die versucht haben, das Meer zu überqueren. Für meinen Großvater da oben im Himmel... das ist ein Hommage an alle Väter meines Kubas”, betonte er.

Sosa, der in mehreren Gelegenheiten die prekären Lebensbedingungen vieler älterer Menschen auf der Insel angeprangert hat, nutzte das Datum, um die Schuld des Landes gegenüber jenen sichtbar zu machen, die ihr Leben für ein Versprechen gegeben haben, das niemals gehalten wurde.

In einem Kontext tiefer wirtschaftlicher und sozialer Krise, in dem tausende ältere Kubaner mit minimalen Renten überleben, ohne regelmäßigen Zugang zu Medikamenten und ohne ein starkes Unterstützungssystem, ist die Geste von Sosa nicht nur ein Akt des Mitgefühls, sondern auch eine Form der Anklage.

„Das Leben ist schwierig für die Menschen, was können wir da von den Vergessenen erwarten“, kommentierte er in einem kürzlich erschienenen Beitrag in Bezug auf seine gemeinnützige Arbeit.

Während in den offiziellen Medien die Parolen und formellen Ehrungen sich vervielfachten, hallte die Botschaft dieses Santiago-Aktivisten wie eine eindringliche Erinnerung an die Realität, die tausende von Eltern in der tiefen Provinz Kuba erleben: die der Vernachlässigung, der erzwungenen Migration und des institutionellen Schweigens.

Häufige Fragen zur Situation der älteren Menschen und der Armut in Kuba

Wie ist die Situation der älteren Menschen in Kuba?

Die älteren Menschen in Kuba leben unter extremen Armutsbedingungen und überleben mit minimalen Renten und ohne regelmäßigen Zugang zu Medikamenten oder grundlegenden Ressourcen. Das Fehlen eines soliden Unterstützungsnetzes hat viele in eine Situation der Vernachlässigung und Verletzlichkeit gebracht.

Welche Maßnahmen ergreift Yasser Sosa Tamayo zur Unterstützung der Bedürftigen?

Yasser Sosa Tamayo ist ein Aktivist, der sich dafür einsetzt, Menschen in extremer Armut in Santiago de Cuba zu helfen. Er verteilt Kleidung, Schuhe und Nahrung an die Schwächsten, wobei er die harte Realität, die sie unter dem kubanischen Regime erleben, ins Rampenlicht rückt und die Solidarität innerhalb der Gemeinschaft fördert.

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf die älteren Menschen in Kuba aus?

Die Wirtschafts Krise hat die Senioren in Kuba in eine extreme Verwundbarkeit versetzt. Der Mangel an Ressourcen, medizinischer und sozialer Betreuung sowie die Migration von Familienangehörigen haben viele dazu gezwungen, unter Bedingungen von Bettel und Verlassenheit zu leben.

Welche Rolle spielt die Gemeinschaft bei der Hilfe für die Bedürftigen in Kuba?

In Kuba ist die gemeinschaftliche Solidarität als notwendige Antwort auf extreme Armut aufgekommen. Aktivisten organisieren Aktionen, um Unterstützung für die Bedürftigsten zu leisten, indem sie Lebensmittel bereitstellen und auf diese Probleme aufmerksam machen, und zeigen dabei, dass die Gemeinschaft einen signifikanten Unterschied machen kann.

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