Vier der schädlichsten invasiven Arten Lateinamerikas sind bereits auf Kuba

Obwohl Maßnahmen zur Bekämpfung invasiver Arten ergriffen werden, breiten sich die afrikanische Landschnecke, der Tilapia, der Löwenfisch und der Paiche weiterhin in Kuba aus, was zu unkontrollierbaren ökologischen Auswirkungen führt.

Afrikanische Riesenschnecke (Referenzbild)Foto © Wikimedia Commons

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Vier der aggressivsten invasiven Arten aus Lateinamerika sind bereits in Kuba vorhanden: der Löwenfisch, der afrikanische Tilapia, die afrikanische Riesenschnecke und der Paiche.

Laut einem Bericht der Agentur EFE

Laut dem Bericht, der auf Untersuchungen von Biologen und internationalen Organisationen wie der UNO und der IUCN basiert, haben diese Arten erhebliche Schäden an den Ökosystemen mehrerer Länder des Kontinents verursacht, und ihre Präsenz in Kuba bestätigt die Ausbreitung des Problems in der Karibik.

Der afrikanische Riesenschnecke (Achatina fulica), die als eine der 100 gefährlichsten Arten der Welt gilt, wurde in Provinzen wie Las Tunas, Havanna, Villa Clara und Holguín festgestellt.

Neben seiner Auswirkung auf die Kulturpflanzen ist er Träger von Parasiten, die schwere Krankheiten wie eosinophile Meningitis verursachen können.

Eine Art von Tilapia, die ursprünglich zu Aquakulturzwecken eingeführt wurde, wurde in Kuba als alternative Proteinquelle gefördert.

Sie wurde sowohl in staatlichen Einrichtungen als auch in privaten Projekten aufgezogen, wie zum Beispiel von zwei havannischen Anwälten die sie in Teichen züchten.

Dennoch macht sie in Freiheit ihre hohe Fortpflanzungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit zu einer Bedrohung für einheimische Arten in Flüssen und Lagunen.

Der Löwenfisch, originär aus dem Indopazifik, hat die Karibik besiedelt und ist auch in kubanischen Gewässern vertreten.

Ihr Gift vertreibt natürliche Räuber und beeinflusst das Gleichgewicht der Riffe und der dort ansässigen Meerespopulationen.

Wissenschaftler auf der Insel haben ihre Ausbreitung dokumentiert und warnen vor ihren Auswirkungen auf die Fischerei und die Biodiversität.

Der vierte Fall ist der Paiche oder Arapaima, einer der größten Süßwasserfische der Welt. Er wurde in Südamerika eingeführt und ist in östlichen Gebieten Kubas anzutreffen. Er wird wegen seines Nahrungswerts gezüchtet, stellt jedoch ein Risiko dar, wenn er unkontrolliert außerhalb seiner Heimat etabliert wird.

Er kann bis zu 4 Meter groß und 200 Kilogramm schwer werden und verdrängt andere einheimische Arten aufgrund seines räuberischen Verhaltens.

Trotz dieser Evidenzen verfügt Kuba nicht über ein effektives nationales System zur Kontrolle, Überwachung oder Ausrottung invasiver exotischer Arten.

Die institutionellen Antworten waren unvollständig und konzentrierten sich auf gezielte Kampagnen, ohne eine umfassende öffentliche Strategie.

Häufig gestellte Fragen zu invasiven Arten in Kuba

Welche sind die schädlichsten invasiven Arten, die in Kuba vorkommen?

Vier der aggressivsten invasiven Arten Lateinamerikas sind in Kuba präsent: der Löwenfisch, die afrikanische Tillapia, die afrikanische Riesenschnecke und der Paiche. Diese Arten stellen eine bedeutende Bedrohung für die Biodiversität und die Ernährungssicherheit in der Insel dar.

Welchen Einfluss hat die afrikanische Riesenschnecke auf Kuba?

Der afrikanische Riesenlandschnecke gilt als eine der 100 gefährlichsten Arten der Welt. In Kuba wurde sie in mehreren Provinzen nachgewiesen und ist bekannt für ihren Einfluss auf Kulturpflanzen sowie ihre Fähigkeit, Parasiten zu tragen, die schwerwiegende Krankheiten wie eosinophile Meningitis verursachen können.

Wie beeinflusst der Löwenfisch die marinen Ökosysteme Kubas?

Der Löwenfisch, ursprünglich aus dem Indopazifik, hat die Karibik kolonisiert und ist in kubanischen Gewässern präsent. Sein Gift schreckt natürliche Räuber ab und beeinträchtigt das Gleichgewicht der Riffe und der einheimischen Fischpopulationen, was sich negativ auf die Artisanal-Fischerei und die Biodiversität auswirkt.

Warum wird der afrikanische Tilapia in Kuba als Bedrohung angesehen?

Die afrikanische Tilapia wurde in Kuba zu Aquakulturzwecken eingeführt, doch ihre hohe Fortpflanzungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit machen sie zu einer Bedrohung. In freier Wildbahn konkurriert sie mit einheimischen Arten in Flüssen und Seen und beeinträchtigt die lokale Biodiversität.

Welche Maßnahmen hat Kuba ergriffen, um invasive Arten zu bekämpfen?

Kuba verfügt nicht über ein effektives nationales System zur Kontrolle, Überwachung oder Ausrottung invasiver exotischer Arten. Die Antworten sind unvollständig und auf gezielte Kampagnen fokussiert, ohne eine umfassende öffentliche Strategie, die das Problem effektiv angeht.

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