Vietnam sammelt über 13 Millionen Dollar in einer Kampagne zur Unterstützung von Kuba

Die Rote Kreuz von Vietnam hat über 13 Millionen Dollar für Kuba gesammelt und damit das ursprüngliche Ziel bei weitem übertroffen. Die Kampagne zeigt die enge diplomatische Beziehung, während Kuba mit einer internen Krise konfrontiert ist.

Cruz Roja (Referenzbild)Foto © Facebook/Dairon Rhc

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Das Ministerium für Auswärtige Beziehungen (MINREX) Kubas gab am Dienstag bekannt, dass das Rote Kreuz von Vietnam über 13 Millionen Dollar gesammelt hat, um die Insel zu unterstützen, eine Zahl, die fünfmal so hoch ist wie das ursprüngliche Ziel von 65 Milliarden Dongs (ca. 2,5 Millionen USD).

In einer Informationsnotiz, die auf seiner Webseite veröffentlicht wurde, erklärte das Regime, dass insgesamt mehr als 1,7 Millionen Spenden von vietnamesischen Bürgern und Institutionen erhalten wurden.

Unter den jüngsten Beiträgen sticht der Hospital de Amistad Vietnam-Cuba hervor, der 1981 in Quang Binh eröffnet wurde und Teil der von Fidel Castro nach seinem Besuch im Jahr 1973 gespendeten Projekte ist.

Im Rahmen der Kampagne forderte auch die Vietnamesische Nachrichtenagentur (VNA) ihr Personal auf, sich an der Initiative „65 Jahre Solidarität Vietnam-Kuba“ zu beteiligen, im Rahmen des Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen und des sogenannten Jahres der Freundschaft.

Historische Solidarität und politische Propaganda

Die vietnamesischen Behörden erinnerten an den berühmten Satz des verstorbenen Diktators Fidel Castro: „Für Vietnam ist Kuba bereit, sogar sein eigenes Blut zu geben!“, als Symbol für die bilaterale Treue.

Dennoch, während in Hanoi und anderen Städten Brüderlichkeit gefördert wird, besteht in Kuba weiterhin eine gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Krise, die das Regime mit Gesten internationaler Unterstützung zu kaschieren versucht.

Die Kampagne, die bis zum 16. Oktober andauern wird, spiegelt die Stärke der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern wider, zeigt jedoch auch, wie das kubanische Regime an der Erzählung von internationaler Solidarität festhält, obwohl Millionen von Menschen auf der Insel extremer Armut, zusammengebrochenen Krankenhäusern und einer konstanten Verschlechterung der Lebensqualität gegenüberstehen.

Am 15. August wurde bekannt, dass Bürger, Unternehmen und öffentliche Institutionen in Vietnam bereits mehr als 4,8 Millionen Dollar in nur 48 Stunden gespendet hatten, zu Beginn der offiziellen Kampagne zur Unterstützung des kubanischen Regimes, wie die staatliche Zeitung Vietnam News berichtete.

Häufig gestellte Fragen zur Unterstützungskampagne Vietnams für Kuba

Wie viel Geld hat Vietnam gesammelt, um Kuba zu unterstützen?

Vietnam hat mehr als 13 Millionen Dollar gesammelt, um Kuba zu unterstützen, eine Summe, die das ursprüngliche Ziel von 65 Billionen Dongs, was etwa 2,5 Millionen US-Dollar entspricht, bei weitem übertrifft.

Was ist das Ziel der Kampagne "65 Jahre Solidarität Vietnam-Kuba"?

Die Kampagne "65 Jahre Solidarität Vietnam-Kuba" hat das Ziel, Spenden zu sammeln, um medizinische Materialien und lebenswichtige Güter nach Kuba zu senden, im Rahmen des Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern. Darüber hinaus soll der Geist der Freundschaft und Solidarität zwischen den beiden Nationen gefördert werden.

Wie spiegelt sich die aktuelle Situation Kubas in seinem Gesundheitssystem wider?

Cuba steht vor einer schweren Krise in ihrem Gesundheitssystem, die durch die Mangel an medizinischen Materialien, fehlende Medikamente und den Verfall der Krankenhausinfrastruktur gekennzeichnet ist. Obwohl das Regime das Land als eine "medizinische Großmacht" bewirbt, zeigt die Realität überlastete Krankenhäuser und ein im Niedergang begriffenes Gesundheitssystem.

Welche Rolle spielt GAESA in der aktuellen kubanischen Wirtschaft?

GAESA, der Unternehmenskonzern der Revolutionsstreitkräfte, agiert in Kuba wie ein Staat im Staat und kontrolliert über 18 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Dies spiegelt eine Ressourcenakkumulation wider, die die wirtschaftliche Krise mildern könnte, jedoch nicht zur Lösung der strukturellen Probleme beiträgt, mit denen die Bevölkerung konfrontiert ist.

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