Ein in sozialen Medien verbreitetes Video zeigt den Moment, in dem ein kubanischer Radfahrer nachts auf der Straße einen Unfall hatte, als er die Kontrolle über sein Fahrrad verlor, nachdem er in ein Schlagloch gefallen war.
Die von Facebook geteilten Bilder des Benutzers Saúl Manuel wurden schnell viral und lösten eine Welle von Kommentaren der Empörung und Traurigkeit unter den Nutzern aus.

Im Material sieht man den Mann, der auf seinem Fahrrad pedalierte und versuchte, auf einer völlig dunklen und heruntergekommenen Straße voranzukommen. Kurz darauf stolpert er über ein Loch im Asphalt und fällt spektakulär auf den Bürgersteig, während diejenigen, die aus einem Auto filmen, zuschauen.
Benutzer äußerten, dass die Dunkelheit, zusammen mit dem Zustand der Straße, die Ursachen des Vorfalls gewesen seien, der glücklicherweise ohne Verletzungen für den Radfahrer endete, trotz des gefährlichen Moments, den er erlebte, gerade als zwei Autos auf der Höhe von ihm die Straße querten.
Die Kommentare, die größtenteils mit dem Verletzten mitfühlten, hoben den Mangel an grundlegenden Ressourcen für eine sichere Fortbewegung sowie den miserablen Zustand der Straßeninfrastruktur hervor. Diese prekären Umstände betreffen viele Cubaner in Zeiten der Krise im öffentlichen Verkehr, was die Nutzung von Fahrrädern, Karren und anderen ungeeigneten Mitteln zur Fortbewegung auf Straßen erforderlich macht.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. „Wir sind schlechter dran als als Kolumbus nach Kuba kam“, schrieb eine Nutzerin, während eine andere bedauerte: „Wie traurig, mein Gott, wie lange wird das in Kuba noch so sein?“ Andere berichteten von ähnlichen Erfahrungen, wie ein junger Mann, der gestand, sich beim Radfahren in ein Schlagloch gefallen zu sein und sich dabei das Handgelenk und die Handfläche gebrochen zu haben.
Mehrere Internetnutzer kritisierten die mangelnde Wartung der Straßen und stellten die Verwendung der Steuern und Pflichtzahlungen der Fahrer in Frage. „Wir Fahrer sind Helden, denn zwischen Bußgeldern und Misshandlungen fahren wir auf zerstörten Wegen“, merkte ein anderer Nutzer an.
Der Unfall eröffnete auch eine Debatte über die Verkehrssicherheit und die Verantwortung, nachts ohne Beleuchtung zu fahren. Einige wiesen darauf hin, dass neben den Schlaglöchern das Fehlen von öffentlicher Beleuchtung und minimalen Bedingungen jede Fahrt zu einem Risiko macht.
Unter den am häufigsten wiederkehrenden Äußerungen in den Kommentaren stand: „Armer Kerl“, „was für eine Schande“, „es bricht mir das Herz“. Eine Nutzerin fasste das kollektive Gefühl zusammen: „Es ist ein Horrorfilm, was wir gerade erleben.“
Dieser neue Vorfall spiegelt die harte Realität wider, mit der Radfahrer und Autofahrer in Kuba konfrontiert sind, gefangen zwischen kaputten Straßen, Stromausfällen und einem System, das nicht in der Lage ist, Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.
Kürzliche Fahrradunfälle in Kuba spiegeln die Verkehrskrise des Landes wider
Der jüngste tödliche Unfall ereignete sich am 7. August 2025 auf der Nationalstraße, in der Nähe von Matanzas, wo ein Radfahrer sein Leben verlor, nachdem er von einem Auto erfasst wurde, das in Richtung Havanna-Cienfuegos unterwegs war.
Laut der offiziellen Version versuchte der Mann, ohne anzuhalten eine Verkehrsampel zu überqueren und wurde direkt erfasst. Der Vorfall hat erneut die Fragilität von Radfahrern auf Schnellstraßen zur Sprache gebracht, wo die Infrastruktur und Beschilderung unzureichend sind, um Sicherheit zu gewährleisten.
Wochen zuvor, am 17. Juli 2025, verstarb ein fast 70-jähriger Mann in Camagüey, während er ein Bicitaxi fuhr. Zeugen berichteten, dass das Opfer auf seiner gewohnten Route pedalierte, als es plötzlich zusammenbrach und auf offener Straße starb.
Sein Tod sorgte für Bestürzung, nicht nur wegen des hohen Alters des Fahrers, sondern auch weil er die Risiken offenbarte, denen die Arbeiter im informellen Transport ausgesetzt sind, die gezwungen sind, anstrengende Arbeitszeiten unter prekären Bedingungen und mit minimalem Schutz zu absolvieren.
Einige Tage zuvor, am 11. Juli 2025, ereignete sich auf der Straße Moa-Baracoa (Holguín) ein Unfall, an dem ein Bus der Marke Diana und ein Elektrofahrrad beteiligt waren. Sieben Personen wurden verletzt, eine von ihnen schwer.
Die in den sozialen Medien geteilten Bilder zeigten den Zustand der Straße und das Ausmaß des Schadens, das erneut die Verwundbarkeit von Leichtfahrzeugen gegenüber Schwerverkehr aufdeckte.
Archiviert unter: