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Eine Sitzung zwischen den Innenministern der kubanischen und chinesischen Regierungen fand am vergangenen Freitag in Peking statt, im Rahmen der Bestrebungen Havannas um Unterstützung in den Bereichen “Sicherheit und Gesetzesvollstreckung”.
Der chinesische Minister für öffentliche Sicherheit, Wang Xiaohong, übermittelte dem kubanischen Innenminister, Lázaro Alberto Álvarez Casas, die „Bereitschaft Chinas, mit Kuba zusammenzuarbeiten, um den wichtigen Konsens umzusetzen, den die Führer beider Parteien und Länder erreicht haben“, berichtet ein Kabel der offiziellen Agentur Xinhua.
Wang sprach außerdem über Chinas Bereitschaft, "den Mechanismus des Ministertreffens weiter zu festigen, den Personalaustausch zu verbessern und die Entwicklung der Fähigkeiten im Bereich der Strafverfolgung voranzutreiben".
Außerdem äußerte er seine Bereitschaft, "die praktische Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung und Sicherheit zu vertiefen, die Sicherheit und die Interessen beider Länder zu wahren und größere Beiträge zum Aufbau einer engeren Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft zwischen China und Kuba zu leisten."
Álvarez „äußerte den Willen seines Landes, die Koordination und Zusammenarbeit mit China weiter zu verbessern, um gemeinsam die Sicherheitsrisiken und -herausforderungen anzugehen“, schließt die Mitteilung.
Das kubanische Regime hat sich bei der Beschaffung von Ausrüstung und der Schulung zur Repression möglicher sozialer Unruhen auf seine traditionellen Alliierten gestützt.
Inmitten der strukturellen Krise, die durch ihr desaströses Management verursacht wurde, suchen die kubanischen Führungskräfte in China nach einer Atempause.
Im vergangenen Juni sprach die kubanische Regierung von ihrer Absicht, ihre Allianz mit China zu festigen, um eine “Gemeinschaft der gemeinsamen Zukunft” zu entwickeln.
Die Erklärung kam nach einem Treffen zwischen dem Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla und Qiu Xiaoqi, dem Sonderbeauftragten Chinas für Lateinamerikafragen, der Kuba besucht.
Die Anwesenheit des Vertreters der chinesischen Exekutive stellte „Teil der Konsense dar, die zwischen den Präsidenten beider Länder für die Entwicklung einer Gemeinsamen Zukunftsgemeinschaft Kuba-China erzielt wurden“, sagte der Außenminister in dem sozialen Netzwerk X und bezeichnete den Austausch als „ertragreich“.
Im Mai nahm Rodríguez am V. Ministerforum Chinas mit der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) teil.
Tage zuvor reiste der Regierungschef Miguel Díaz-Canel nach Russland, wo er ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hatte. Dort erklärte er, dass die Beziehungen zwischen Kuba und China eine "festere" Phase durchlaufen und forderte eine "stärkere Vertiefung".
Xi Jinping bot sich seinerseits die gewohnt Unterstützung an: mehr Zusammenarbeit, mehr „eisenfreundschaft“ und eine Rede der Solidarität zwischen sozialistischen Ländern. Er wiederholte auch seinen Vorschlag, eine engere Gemeinschaft zwischen beiden Regierungen zu schaffen, als Modell für Zusammenarbeit im globalen Süden.
Häufig gestellte Fragen zur Zusammenarbeit zwischen Kuba und China in den Bereichen Sicherheit und Politik
Warum sucht das kubanische Regime Unterstützung in China für Sicherheit und Polizeiarbeit?
Der kubanische Staat sucht Unterstützung in China, um die "Sicherheit und Gesetzesanwendung" zu verbessern, angesichts der strukturellen Krise, mit der das Land konfrontiert ist. Die kubanische Regierung muss ihre internen Kontrollmechanismen stärken und sieht in China einen strategischen Partner, um Ausrüstung und Schulung zu erhalten. Diese Zusammenarbeit zielt auch darauf ab, gemeinsam die Risiken und Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen, mit denen das Regime inmitten eines desaströsen Managements und einer wachsenden internen Dissidenz konfrontiert ist.
Was bedeutet die "Gemeinschaft einer gemeinsamen Zukunft" zwischen Kuba und China?
Die "Gemeinschaft der gemeinsamen Zukunft" ist ein Konzept, das von Kuba und China gefördert wird, um ihre strategische Allianz zu festigen, insbesondere in Bereichen wie Biotechnologie, alternative Energien und Sicherheit. Diese Allianz zielt darauf ab, die bilaterale Zusammenarbeit zu vertiefen und eine vereinte Front gegen externe Druckausübung, wie die der Vereinigten Staaten, zu präsentieren. In einem Kontext interner Krisen sieht das kubanische Regime in dieser Gemeinschaft eine Gelegenheit, seine internationalen Beziehungen zu stärken und wirtschaftliche sowie politische Unterstützung zu erlangen.
Welche Rolle spielt China in der Energiekrise Kubas?
China spielt eine entscheidende Rolle in der Energiekrise Kubas, indem sie Ausrüstung für Photovoltaik-Solarkraftwerke spendet. Dieses gemeinsame Projekt zielt darauf ab, dem kubanischen nationalen Stromsystem 120 Megawatt hinzuzufügen, das sich in einer kritischen Lage befindet. Die Zusammenarbeit im Bereich Solarenergie ist Teil eines umfassenderen Bemühens Chinas, Kuba dabei zu unterstützen, sein Energiemix zu diversifizieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Gibt es chinesische Militärstützpunkte in Kuba?
Die Präsenz chinesischer Militärbasen in Kuba ist Gegenstand von Spekulationen und Besorgnis, insbesondere in Washington. Obwohl das kubanische Regime die Existenz ausländischer Basen bestreitet, verstärkt die wachsende Präsenz chinesischer Militärdelegationen auf der Insel die Verdächte über Überwachungsoperationen Pekings, die gegen die Vereinigten Staaten gerichtet sind. Dieses Thema ist Teil der geopolitischen Spannungen, in denen sich Kuba aufgrund seiner Allianzen mit China und Russland befindet.
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