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Der Journalist Javier Díaz beschwerte sich in den sozialen Medien darüber, wie ein Stromausfall einen Videoanruf mit seiner Großmutter in Kuba unterbrach, eine allzu alltägliche Szene für tausende kubanische Familien, die durch erzwungene Emigration und die Energiekrise, die die Insel plagt, voneinander getrennt sind.
“Als ich mit meiner Großmutter in Kuba sprach… bum, war der Strom weg”, schrieb Díaz in seinem Facebook-Profil, begleitet von einem Screenshot, der zeigt, wie der Bildschirm komplett schwarz wurde und die einzige Kommunikationsmöglichkeit, die er seit fast neun Jahren mit seiner Großmutter hat, unterbrochen wurde. “Was für ein Elend in diesem Land, voll von Nöten und Qualen. Ich weiß nicht, wie lange Kuba noch sein ‘ewiges Unheil’ bezahlen muss”, klagte er.
Der Journalist erklärte, dass er seine Großmutter seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr persönlich gesehen hat und dass Videoanrufe seine einzige Verbindung zu ihr sind, wie es bei so vielen anderen kubanischen Familien der Fall ist, die durch die Krise getrennt sind.
Als Antwort auf einen Nutzer, der ihm vorwarf, seine Großmutter seit so vielen Jahren nicht besucht zu haben, und vorschlug, er könnte sie aus dem Land holen, wenn er sie wirklich sehen wollte, antwortete Díaz scharf: „Sie will nicht reisen, reden Sie nicht, ohne Bescheid zu wissen.“
Apagones: Ein tägliches Martyrium
Das Zeugnis von Díaz spiegelt eine umfassend dokumentierte Realität wider. Laut dem VIII Bericht des Kubanischen Observatoriums für Menschenrechte (OCDH) lehnen 92 % der Kubaner die Amtsführung des Regimes ab, und die ständigen Stromausfälle gehören zu den Hauptursachen für soziale Unruhe.
Die Studie zeigt, dass 89 % der Bevölkerung in extremer Armut leben und dass die Knappheit an Lebensmitteln, Medikamenten und grundlegenden Dienstleistungen in ihrer Schwere von den Stromausfällen übertroffen wurde, die den Alltag zu einem ständigen Belastungstest gemacht haben.
Eine Krise ohne kurzfristige Lösung
Der Forscher des Instituts für Energie der Universität Texas, Jorge Piñón, ist der Meinung, dass die Energiekrise in Kuba keine sofortige Lösung hat. Laut seinen Berechnungen benötigt das Land zwischen drei und fünf Jahren sowie eine Investition von bis zu 10 Milliarden Dollar, um mit dem strukturellen Kolaps des elektrischen Systems zu beginnen.
Piñón bezeichnete die von dem Regime geförderten Solarparks als „Märchen“, da ihnen die erforderlichen Batterien zum Speichern fehlen. Zudem erinnerte er daran, dass die thermischen Kraftwerke des Landes über vier Jahrzehnte alt sind und ein hochschädliches Rohöl für ihren Betrieb verwenden.
Bürgerlicher Unmut und unerfüllte Versprechen
Die kubanische Bevölkerung hat offen ihren Unmut über das Fehlen von Lösungen zum Ausdruck gebracht. In den sozialen Netzwerken berichten sie, dass die Stromausfälle zu einer “psychologischen Folter” geworden sind, mit Unterbrechungen von bis zu 40 Stunden und Familien, die gezwungen sind, mit Kohle zu kochen aufgrund des Mangels an Elektrizität und Flüssiggas.
Desde hace tiempo, die Bürger fordern nicht nur Erklärungen, sondern auch Verantwortung. Sogar Stimmen, die dem Offiziellen nahe stehen, haben begonnen, die gebrochenen Versprechen offen zu hinterfragen. Die Journalistin Ana Teresa Badía fragte beispielsweise in den sozialen Medien warum das Versprechen, die Stromausfälle im Sommer zu reduzieren, nicht eingehalten wurde, was eine nationale Debatte über den Mangel an Transparenz der Regierung auslöste.
In der Zwischenzeit leben die Kubaner im Dunkeln, sowohl physisch als auch symbolisch. Wie ein empörter Nutzer in den sozialen Medien ausdrückte: „Wir leben in einem Kuba der Schatten, wo Hoffnung zu einem Privileg geworden ist.“
Das ganze Land, wieder im Dunkeln
Dieses Mittwoch führte der Zusammenbruch des Stromsystems erneut dazu, dass das gesamte Land völlig im Dunkeln lag. Um 9:14 Uhr morgens informierte die Unión Eléctrica über den totale Zusammenbruch des Nationalen Elektroenergiesystems, nachdem die CTE Antonio Guiteras unerwartet offline gegangen war, dieselbe Anlage, von der die Regierung bereits angekündigt hatte, dass sie wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb genommen werden musste. Der Stromausfall war allgemein und unbestimmt, was die Krise, die keinen Aufschub gewährt, weiter verschärfte. Häufig gestellte Fragen zur Energie- und Sozialkrise in Kuba
Häufig gestellte Fragen zur Energie- und Sozialkrise in Kuba
Wie wirken sich die Stromausfälle auf die kubanischen Familien aus?
Die Stromausfälle in Kuba beeinträchtigen das tägliche Leben der kubanischen Familien erheblich, indem sie die Kommunikation, die Lebensmittelkonservierung und den Zugang zu Wasser unterbrechen. Darüber hinaus zwingen sie die Menschen dazu, mit alternativen Methoden zu kochen und unter prekären Bedingungen zu schlafen, sogar auf der Straße, aufgrund der extremen Hitze.
Welche Lösungen hat die kubanische Regierung für die Energiekrise vorgeschlagen?
El gobierno cubano hat den Bau von Solarparks als eine Lösung beworben, aber laut Experten wie Jorge Piñón, sind diese aufgrund des Mangels an Speicherkapazitäten unzureichend. Zudem benötigt das kubanische Stromsystem eine erhebliche Investition für seine strukturelle Wiederherstellung.
Wie nehmen die Kubaner die Regierung in dieser Krise wahr?
Según der VIII Bericht des Kubanischen Menschenrechtsobservatoriums, lehnen 92 % der Kubaner die Regierungspolitik ab, hauptsächlich aufgrund der Energiekrise, des Mangels an Lebensmitteln und grundlegenden Dienstleistungen sowie des Fehlens effektiver Lösungen.
Welchen Einfluss hat die Energiekrise auf andere Dienstleistungen in Kuba?
Die Energiekrise wirkt sich direkt auf die Wasserversorgung aus, da die Pumpen auf Elektrizität angewiesen sind. Dies führt dazu, dass viele Gebiete über längere Zeiträume ohne Wasser bleiben, was die Lebensbedingungen auf der Insel noch weiter verschärft.
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