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Kuba steht am Donnerstag, den 25. September, vor einem weiteren Tag, der von umfassenden Stromausfällen geprägt ist, mit einem Erzeugungsdefizit, das laut der Unión Eléctrica (UNE) während der Spitzenzeiten 1.700 Megawatt (MW) übersteigen wird.
Die anhaltende Stromkrise, die bereits länger andauert ohne echte Lösungen, hält Millionen von Kubanern fast den ganzen Tag im Dunkeln, was direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Wirtschaft hat.
La UNE offenbarte, dass der Dienst am Mittwoch 24 Stunden lang betroffen war und die Ausfälle sich bis in die frühen Morgenstunden von heute hinzogen. Die höchste Betroffenheit betrug 1.686 MW um 20:50 Uhr, was praktisch einen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes darstellt.
Dieser Donnerstag um 6:00 Uhr betrug die Gesamtverfügbarkeit des SEN 1.910 MW gegenüber einer Nachfrage von 3.070 MW, was von frühzeitig an ein Defizit von 1.179 MW zur Folge hatte.
Für den Mittag wird eine Beeinträchtigung von 900 MW prognostiziert, aber die alarmierendsten Vorhersagen betreffen die Nachtstunden: ein Defizit von 1.710 MW, wenn der aktuelle Trend anhält.
Ein marodes System: Pannen, Wartungen und Mangel an Treibstoff
Das elektrische Panorama, das von der UNE selbst beschrieben wird, bestätigt den Zusammenbruch des Systems: Die Einheit 2 des Wärmekraftwerks Felton ist aufgrund einer Störung außer Betrieb, während drei Blöcke der CTE Santa Cruz und der Carlos Manuel de Céspedes in Cienfuegos wegen Wartungsarbeiten stillgelegt sind, was die Erzeugungskapazität weiter verringert.
Hinzu kommen die technischen Einschränkungen, die 484 MW außer Betrieb halten, sowie die Versorgungskrise bei Kraftstoffen und Schmierstoffen, die weitere 530 MW außer Betrieb lässt.
Insgesamt zeigen diese Faktoren ein Szenario, in dem nicht nur die Anlagen aufgrund ihres Alters und ihrer Abnutzung versagen, sondern auch das Regierungshandeln, das sicherstellen sollte, dass die grundlegenden Ressourcen zur Verfügung stehen, um die Stromerzeugung mindestens aufrechtzuerhalten.
Havanna bricht ebenfalls zusammen
Die Elektrizitätsgesellschaft von Havanna bestätigte, dass die Hauptstadt fast 12 Stunden lang ohne Strom war, von gestern 15:49 Uhr bis heute 3:00 Uhr.
Zu diesem Zeitpunkt erreichte die maximale Betroffenheit um 20:50 Uhr 119 MW.
Obwohl einige geplante Unterbrechungsblöcke nicht durchgeführt wurden, hing der Service vollständig von den Anweisungen des SEN ab, was zeigt, dass selbst die am höchsten priorisierte Stadt des Landes nicht vor dem elektrischen Chaos sicher ist.
Erneuerbare Energien: ein minimaler Beitrag zur Krise
Der Bericht der UNE hob hervor, dass die 31 Photovoltaik-Solarkraftwerke zur Mittagszeit eine maximale Leistung von 670 MW erbracht haben und insgesamt 3.011 MWh produziert wurden. Dieser Beitrag ist jedoch unzureichend im Vergleich zu einer Nachfrage, die in der nächtlichen Spitze 3.600 MW übersteigt.
Ein Modell ohne Ausweg
Die energetische Situation in Kuba ist keineswegs ein akutes Problem, sondern spiegelt die chronische Unterinvestition, die Obsoleszenz des thermischen Kraftwerksparks und die absolute Abhängigkeit von importierten Brennstoffen wider.
Die Regierung versucht, die Krise mit technischen Berichten und Zahlen zu rechtfertigen, meidet jedoch die Anerkennung ihrer Verantwortung für die fehlende Planung und das Scheitern von als Lösungen angekündigten Projekten.
Unterdessen leidet die Bevölkerung unter den Folgen: prolongierte Stromausfälle, verderbliche Lebensmittel, Unterbrechungen in Krankenhäusern, Stillstand im Verkehr und ein immer angespannteres soziales Klima.
Anstelle einer kohärenten Strategie beschränkt sich die offizielle Antwort darauf, tägliche Berichte zu veröffentlichen, die bestätigen, was die Kubaner bereits in vollem Umfang wissen: Die Stromausfälle werden in naher Zukunft kein Ende finden, und jeder Tag wird schlimmer sein als der vorherige.
Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba
Wie hoch ist derzeit das Defizit bei der Stromerzeugung in Kuba?
Der Defizit bei der Stromerzeugung in Kuba übersteigt 1.700 Megawatt (MW), so der letzte Bericht der Unión Eléctrica (UNE). Diese kritische Situation besteht während der Spitzenzeiten und betrifft Millionen von Kubanern.
Was sind die Ursachen für den Zusammenbruch des kubanischen Stromsystems?
Der Zusammenbruch des kubanischen Elektrizitätssystems ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter Störungen in den Einheiten der thermischen Kraftwerke, geplante Wartungsarbeiten, Mangel an Brennstoffen und Schmierstoffen. Darüber hinaus verschärfen die veraltete Infrastruktur der thermischen Kraftwerke und das schlechte Regierungsmanagement die Krise.
Wie wirken sich die Stromausfälle auf die kubanische Bevölkerung aus?
Die langen Stromausfälle beeinträchtigen das tägliche Leben der Kubaner erheblich. Sie führen zu Lebensmittelverlusten, Unterbrechungen in Krankenhäusern, Stillstand im Transportwesen und einem zunehmend angespannten sozialen Klima.
Welche Rolle spielen die erneuerbaren Energien in der Energiekrise Kubas?
Aunque die Photovoltaik-Solarparks in Kuba eine gewisse Menge an Energie liefern, bleibt ihr Beitrag angesichts der hohen Nachfrage unzureichend. Die erneuerbare Energieerzeugung kann das durch den Verfall des thermischen Systems verstärkte Energiedefizit nicht decken.
Welche Lösungen schlägt die kubanische Regierung für die Energiekrise vor?
Der kubanische Regierung hat versucht, die Krise mit technischen Berichten und Zahlen zu rechtfertigen, aber bietet keine konkreten Lösungen an und sieht keine kurzfristige Erholung vor. Stattdessen beschränkt sie sich darauf, tägliche Berichte zu veröffentlichen, die die Schwere der Situation bestätigen, ohne die strukturellen Ursachen des Problems anzugehen.
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