Entkräftung: Die in Guantánamo vermisste Kubanerin wurde nicht gefunden. Die Suche geht weiter

Die Plattform Alas Tensas wies darauf hin, dass die Behörden in Kuba bei vermissten Personen nicht kooperieren; die einzige Antwort kommt von Aktivisten, unabhängigen Medien und der Bevölkerung.

Alicia María Montes de Oca Pérez (La China)Foto © Facebook / Miguel Noticias

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Die Suche nach der verschwundenen Kubanerin Alicia María Montes de Oca Pérez, bekannt als La China, wurde diesen Freitag irrtümlich eingestellt.

In den letzten Stunden kommunizierte ein Angehöriger, dass die Frau lebend aufgefunden wurde, jedoch stellte das Observatorium für Geschlechterfragen Alas Tensas (OGAT) später auf Facebook klar, dass die Information falsch war und die Suche weiterhin aktiv ist.

Captura de Facebook / Alas Tensas

Der Fall, der seit dem 24. August anhängig ist, spiegelt erneut die Verwirrung wider, die aufgrund des Mangels an offiziellen Protokollen zur Bearbeitung von Vermisstenfällen in Kuba entstehen kann.

Leider hält die Abwesenheit von Alicia, 45 Jahre alt, ihre Familie und Nachbarn in Guantánamo seit mehr als einem Monat in Atem.

Unterscheidungsmerkmale und Erscheinungsbild der Verschwundenen

Mit 45 Jahren, olivfarbener Teint, schlank, mit grauem Haar und braunen Augen, wurde sie zuletzt in einem weißen Rock und einer rosa Bluse gesehen. Seitdem gibt es keine Nachrichten mehr über sie.

"Er hat keine sichtbaren Tattoos oder Muttermale, aber ausgeprägte Zähne", berichtete ein Verwandter an OGAT.

Ihr Fall ist wirklich ernst, da die Frau mit einer depressiven Neurose diagnostiziert wurde, aber ihre Behandlung vor über einem Jahr abgebrochen hat.

In Bezug auf die falschen Informationen erinnerte Alas Tensas daran, dass die Behörden in Kuba bei Fällen von vermissten Personen nicht kooperieren, während die einzige Antwort von unabhängigen Medien, Aktivisten und der Bevölkerung selbst kommt, die die Aufgabe übernehmen, Informationen zu verbreiten und Anstrengungen zu koordinieren.

Schutzlosigkeit und Vernachlässigung von Menschen mit psychischen Erkrankungen

Der Fall von Alicia María offenbart eine doppelte Krise: die wachsende Unsicherheit und den mangelnden Schutz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Kuba, wo ein chronischer Mangel an Medikamenten herrscht.

Ohne Zugang zu Medikamenten oder staatlichen Unterstützungsprogrammen fallen die Erkrankten häufiger zurück, und es sind ihre Familien – bereits überlastet und ohne Ressourcen – die die gesamte Verantwortung tragen müssen.

Das Fehlen eines mindestens funktionalen Systems für psychische Gesundheit macht jeden Rückfall zu einem Risiko für Verschwinden, Gewalt oder völlige Hilflosigkeit.

Untätigkeit der Polizei bei Verschwinden auf der Insel

In der Zwischenzeit zeigt die Polizei die gleiche Untätigkeit wie in so vielen anderen Fällen von Verschwindenlassen. Es gibt keine sofortigen Alarmmechanismen und keine öffentliche Koordination für die Suchaktionen.

Fernab von einer effektiven Mobilisierung handeln die Behörden oft spät und unkoordiniert, sodass es letztlich die Angehörigen sind, die auf Facebook, WhatsApp und Gemeinschaftsnetzwerke zurückgreifen, um sich zu organisieren.

Diese fehlenden institutionellen Antworten verschärfen ein Gefühl der Unsicherheit, das bereits in der gesamten Insel spürbar ist.

Der Fall von Alicia Montes de Oca ist daher ein Spiegelbild eines Landes, in dem das tägliche Leben zwischen der Ungewissheit gewaltsamer Straßen und dem Zusammenbruch eines Gesundheitssystems verläuft, das nicht in der Lage ist, die Verwundbarsten zu betreuen.

Während das Regime in politische Propaganda investiert, leben tausende kubanische Familien in der Angst, ihre Angehörigen ohne echte Unterstützung zu suchen, wobei ihre Hoffnung ausschließlich auf der bürgerschaftlichen Solidarität ruht.

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