Die kubanische TikTok-Nutzerin @clauferrales, ausgebildete Journalistin, teilte ein Video, in dem sie einige der absurdesten Situationen schildert, die sie als Verkäuferin in Spanien erlebt hat. In einem direkten und humorvollen Ton verdeutlicht sie den Kulturschock und die alltäglichen Herausforderungen, vor denen Migranten stehen, die im Kundenservice arbeiten.
„Ich bin Kubanerin und lebe in Spanien. In meinem Land war ich Journalistin, aber als Emigrantin musste ich in verschiedenen Sektoren arbeiten“, sagt sie zu Beginn des Videos. Derzeit arbeitet sie im Kundenkontakt und hat sich entschieden, einige ihrer „seltsamsten Erfahrungen“ zu erzählen.
Unter den Episoden, die sie erwähnt, kritisiert sie diejenigen, die den Laden betreten, ohne zu grüßen: "Alles gut zu Hause? Ich bin ganz perplex, wenn ich Hallo sage und keine Antwort bekomme." Sie spricht auch die Kunden an, die trotz des Menüs vor sich Details fragen, die klar geschrieben sind: "Größen, Preise, das steht da, du hast es geschrieben."
Ein weiterer bemerkenswerter Moment ist, wenn die Kunden überrascht auf das Fehlen bestimmter Produkte reagieren: "'Nein, heute haben wir keine Erdbeeren.' 'Ach, aber du hast keine Erdbeeren?'. Ich habe es dir gerade gesagt", kommentiert er ironisch.
Claudia weist ebenfalls die Kommentare zu den Preisen des Ladens zurück und erinnert daran, dass sie nicht diejenige ist, die sie festlegt: "Ich werde der Chefin nichts sagen, gehen Sie daneben und kaufen Sie ein Croissant, ich lege die Preise nicht fest, ich bin eine einfache Verkäuferin."
Einer der auffälligsten Momente des Videos ist, als sie erzählt, wie einige Kunden annehmen, dass sie Brasilianerin ist, weil sie in einem Geschäft arbeitet, das typische Produkte aus Brasilien verkauft: "Muss ich Brasilianerin sein, um dort arbeiten zu können? [...] Ich habe sogar die Reaktion auf den Gesichtern der Kunden gesehen, die denken, ah gut...".
Claudia lebt seit September 2022 in Girona, wie sie in ihrem YouTube-Kanal erzählt, wo sie Videos über ihren Alltag, Tipps für Migranten und Überlegungen zu ihrem Anpassungsprozess veröffentlicht.
Ihr Zeugnis reiht sich in eine wachsende Welle von Inhalten in sozialen Medien ein, in denen Kubaner, die nach Spanien ausgewandert sind, von ihren beruflichen Erfahrungen, Integrationsherausforderungen und Erkenntnissen berichten. Eine davon ist die Kreateurin @wendhyta_ph, die mehrere Mythen über das Leben in Spanien widerlegt hat, von der Medikamentenversorgung bis hin zu Stereotypen über persönliche Hygiene.
Auch die Geschichte von @ajstyle0105, einer kubanischen Ärztin, die in Volksfesten als Kellnerin arbeiten musste, während sie auf die Anerkennung ihres Titels wartete, spiegelt die Opfer wider, die viele Fachkräfte bei ihrer Ankunft im Land erbringen müssen.
Desde einer kritischeren Perspektive hat die Nutzerin @elixir_karen1994 auf die wirtschaftlichen und steuerlichen Hürden des Lebens in Spanien hingewiesen und das System als ungünstig für Migranten in Frage gestellt.
Im Gegensatz dazu teilte die Tiktokerin @marylu7879 eine Botschaft der Anpassung und Dankbarkeit und vertrat die Ansicht, dass die Chancen denjenigen zur Verfügung stehen, die es schaffen, sich anzupassen und voranzukommen.
Por su parte, @beautyjahely löste eine Debatte aus, als sie ihre Überraschung über die Vielzahl von Festen und Feierlichkeiten in Spanien kommentierte, was zu geteilten Reaktionen führte - von denen, die sie unterstützten, und von denen, die ihre Meinungen als desinformiert ansahen.
Diese gemeinsamen Erfahrungen auf Plattformen wie TikTok oder YouTube haben als Brücke zwischen Migranten gedient, sowie als Raum, um Frustrationen zu kanalisieren, von anderen zu lernen und den Anpassungsprozess fernab von Zuhause zu dokumentieren.
Häufig gestellte Fragen zur Erfahrung kubanischer Migranten in Spanien
Welche kulturellen Unterschiede müssen Kubaner in Spanien bewältigen?
Die Kubaner, die nach Spanien emigrieren, sehen sich verschiedenen kulturellen Herausforderungen gegenüber, wie der Schnelligkeit, mit der die Spanier sprechen, der Bürokratie bei administrativen Verfahren und der Notwendigkeit, ihre Kommunikationsweise anzupassen, indem sie von einem lauten zu einem leiseren Ton wechseln. Diese Herausforderungen spiegeln die signifikanten Unterschiede im Alltag zwischen beiden Ländern wider.
Welche Herausforderungen stehen kubanischen Fachkräften bei der Emigration nach Spanien gegenüber?
Viele kubanische Fachkräfte, die nach Spanien auswandern, müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Abschlüsse anerkennen zu lassen und akzeptieren oft Jobs in Bereichen, die sich stark von ihren Fachgebieten unterscheiden. Dies liegt an den Anforderungen an Abschlüsse und Zertifizierungen, die in Spanien bestehen, was den sofortigen Zugang zu qualifizierten Positionen erschwert.
Wie beeinflusst der Migrationsprozess die kulturelle Identität der Kubaner in Spanien?
Der Migrationsprozess kann eine Herausforderung für die kulturelle Identität der Kubaner in Spanien darstellen, da sie mit dem Dilemma konfrontiert sind, sich an eine neue Kultur anzupassen, während sie ihre Wurzeln bewahren. Viele stützen sich auf ihre Traditionen und die kubanische Kultur, um die Herausforderungen der Emigration zu bewältigen. Die Migrationserfahrung stärkt ihre kubanische Identität, selbst wenn sie sich an ein neues Umfeld anpassen.
Warum ziehen es einige Kubaner vor, trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Spanien zu leben?
Obwohl die wirtschaftlichen Schwierigkeiten eine Realität sind, ziehen es viele Kubaner vor, in Spanien zu leben, da sie dort Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, Respekt für die Rechte und Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung haben. Im Vergleich zur Situation in Kuba bietet das Leben in Spanien ein besseres Wohlbefinden und eine höhere Lebensqualität.
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