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Die Behörden bestätigten, dass die in einem Fall von Kindesmisshandlung, der durch ein Video in sozialen Medien verbreitet wurde, involvierten Kinder in ein Heim für Minderjährige ohne elterliche Betreuung gebracht wurden.
Laut der am Dienstag veröffentlichten Mitteilung der Regierung werden sie in dieser Einrichtung gemeinsam bleiben und von Fachpersonal betreut werden, um die psychologischen Auswirkungen des Vorfalls zu verringern.
Die Entscheidung wurde nach der Aktivierung des entsprechenden Protokolls getroffen und ist Teil eines interinstitutionellen Einsatzes, der die Gruppe für Sozialpolitik des Gebiets, das Bildungswesen, die Staatsanwaltschaft und das Innenministerium (MININT) von Holguín einbezog, in Koordination mit der Provinz Ciego de Ávila, dem Herkunftsort der Familie.
Der offizielle Bericht stellt fest, dass die Mutter, Elizabeth González Díaz, und der Stiefvater, Diosdado González Martínez, Handlungen begangen haben, die als Kindesmisshandlung gelten, und dass der im Video sichtbare Vorfall nicht aktuell ist.
Auch wird angemerkt, dass das Auftreten der Ereignisse sowie die unangemessene und gewohnheitsmäßige Art und Weise, wie die Mutter mit ihren Kindern zur „Korrektur“ umging, zuvor nicht bekannt waren. Dieses Verhalten führte zu einem exzessiven Übergriff auf das Mädchen, wofür sie sich strafrechtlich verantworten muss.
Mit dem Fortschreiten der Ermittlungen werden González Díaz und González Martínez wegen des vermeintlichen Verbrechens der „Sonstigen Handlungen, die der ganzheitlichen Entwicklung von Minderjährigen widersprechen“.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass je nach den Ergebnissen der Ermittlungen geprüft wird, ob weitere Straftaten zugeordnet werden sollten.
Übermäßige Gewalt
Este Sonntag sorgte dieser Fall von Kindesmisshandlung in Kuba für Empörung, während er sich in den sozialen Medien verbreitete.
In den Bildern war zu sehen, wie eine Mutter ihre kleine Tochter brutal mit einem Stock schlägt. Das Mädchen, im Hof gefesselt, endete blutend und verängstigt.
Die Experten sind sich einig, dass der Kindesmissbrauch in Kuba oft kulturelle und familiäre Wurzeln hat.
Viele Eltern reproduzieren autoritäre Erziehungsmodelle, die sie in ihrer eigenen Kindheit erlebt haben, und noch heute wird der Einsatz von Gewalt als Erziehungsmethode normalisiert.
Die Gewalt entsteht häufig im eigenen Zuhause, in Kontexten von Armut, Stress, geschlechtsspezifischer Gewalt oder Alkoholismus.
Im bisherigen Verlauf des Jahres 2025 haben die Krankenhäuser von Matanzas vier Kinder betreut, die Opfer von Misshandlung geworden sind. Diese Zahl übersteigt die drei Fälle, die im gesamten Jahr 2024 gemeldet wurden, und spiegelt einen besorgniserregenden Anstieg in diesem Problemfeld wider.
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