Die Regierung Japans hat eine Nothilfe-Spende in Höhe von etwa 182.000 Dollar gesendet, um die von Hurricane Melissa betroffenen kubanischen Familien zu unterstützen, die die ohnehin schon prekäre Situation Tausender Haushalte im Land verschärft hat.
Der am Freitag in der Frachtterminal des internationalen Flughafens José Martí gelieferte Transport umfasst Wasserfilter, Decken, Zelte und Matratzen, Grundartikel für diejenigen, die ihre Wohnungen verloren haben oder weiterhin keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben nach dem Durchzug des Zyklons.
Die Hilfe wurde von der stellvertretenden Ministerin für Außenhandel und ausländische Investitionen, Débora Rivas Saavedra, aus den Händen des japanischen Botschafters in Havanna, Nakamura Kazuhito, und des Vertreters der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA), Ashida Tatsuya, empfangen, wie Canal Caribe berichtete.
Während der Veranstaltung wies der Botschafter darauf hin, dass die Lieferung Teil der ständigen Zusammenarbeit seines Landes mit Kuba in Katastrophensituationen ist. „In diesen schwierigen Momenten steht Japan Kuba im Geiste der Freundschaft und Zusammenarbeit zur Seite“, sagte er.
Dennoch kommt die japanische Unterstützung in einem Kontext, in dem die soziale Verwundbarkeit der kubanischen Bevölkerung zunehmend sichtbar wird. Der Hurrikan Melissa hinterließ eine Spur der Zerstörung an Wohnhäusern, Stromnetzen und Landstraßen und traf Gemeinschaften, die bereits unter Nahrungsmittel-, Wasser- und Baumaterialmangel litten.
Die Botschaft Japans in Kuba hatte bereits Tage zuvor die Spende in Höhe von 28 Millionen Yen (182.000 Dollar) als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen angekündigt. In den sozialen Medien hob die diplomatische Mission hervor, dass die Hilfe „die Freundschaft und Unterstützung des japanischen Volkes für das kubanische Volk repräsentiert“.
Die JICA in Havanna betonte ihrerseits, dass die Zusammenarbeit „ein humaner Akt ist, der über das Technische und Finanzielle hinausgeht“, und versicherte, dass ihr Engagement darin besteht, die Gemeinschaften „bei der Wiederaufbau und der Hoffnung“ zu unterstützen.

Die Spende von Japan ergänzt die internationalen Unterstützungen, die mehrere Länder Kuba nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa angeboten haben, darunter Dominikanische Republik, Venezuela und Kolumbien.
Dennoch sieht sich das Land weiterhin enormen logistischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber, um die Hilfe in die am stärksten betroffenen Gebiete zu bringen, mitten in einer kollabierten staatlichen Infrastruktur und einer tiefen humanitären Krise.
Während die kubanische Regierung sich darauf beschränkt, den ausländischen Spenden zu danken, schreitet der Wiederaufbau in den betroffenen Provinzen nur langsam voran, und tausende von Familien warten weiterhin auf eine effektive Antwort.
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