„Ich bitte nur Gott, dass er dich bestraft“: Mutter aus Baracoa zeigt den Diebstahl des wiederaufladbaren Ventilators ihrer Tochter an

Mitten in den Stromausfällen und der Krise in Kuba bat eine Mutter aus Baracoa in den sozialen Netzwerken um Hilfe, um den Ventilator zurückzubekommen, den ein Dieb aus dem Zimmer ihrer kleinen Tochter gestohlen hatte.

Die Mutter aus Baracoa berichtet über den Diebstahl des Ventilators ihrer Tochter mitten in den Stromausfällen.Foto © Collage Facebook / Day Ng und Lázaro Manuel Alonso

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Eine Mutter aus Baracoa äußerte ihre Empörung in den sozialen Medien, nachdem der wiederaufladbare Ventilator ihrer dreijährigen Tochter gestohlen wurde, ein lebenswichtiges Gerät inmitten der langanhaltenden Stromausfälle, die die Provinz Guantánamo treffen und es in vielen kubanischen Haushalten nahezu unmöglich machen, zu schlafen.

Die Nutzerin Day Ng veröffentlichte am Montag eine Nachricht in der Gruppe Facebook Revolico Baracoa Plus, in der sie berichtete, dass ein Unbekannter in ihr Haus in der Straße 13 eindrang und das Gerät aus dem Zimmer des Mädchens mitnahm, während sie nicht zu Hause war.

Captura Facebook / Revolico Baracoa Plu / Day Ng

Die Frau bat ihre Bekannten um Hilfe bei der Identifizierung des Verantwortlichen und bot eine Belohnung für denjenigen an, der den Ventilator zurückbringen kann.

„Der Ventilator meiner dreijährigen Tochter wurde gestohlen. Bitte, an meine Freunde oder Bekannten, falls ihr einen Ventilator dieses Typs habt, der kaum benutzt wird, könnt ihr die 58548867 anrufen. Ich wäre euch sehr dankbar und es wird belohnt“, schrieb die Mutter, die außerdem das Fehlen von Werten und den sozialen Verfall, den das Land durchlebt, bedauerte.

In ihrem Beitrag prangerte Day Ng die Gefühllosigkeit des Diebs an, der einen Artikel mitnahm, den ein Minderjähriger während der fast täglichen Stromausfälle in Baracoa benutzte.

„Er denkt nicht, dass das ein Artikel ist, den ein dreijähriges Mädchen während eines vollständigen Stromausfalls dringend benötigt. Er denkt nicht an das Opfer, das man bringt, damit das eigene Baby ruhig schlafen kann“, bemerkte er.

Die Frau versicherte, dass sie es wissen wird, falls der Verantwortliche jemand Bekannter ist, und überlähte ihr Anliegen der Gerechtigkeit und ihrem Glauben.

„Ich bitte nur Gott, dass er dich schwer bestraft, denn nur eine Mutter und ein Vater empfinden den Schmerz des Opfers, das man bringt, um einen solchen Ventilator zu bekommen, damit jemand kommt, der nicht arbeitet und nur daran denkt zu stehlen“, schrieb er.

Die Autorin des Beitrags betonte in der Kommentarsektion, dass der Vater des kleinen Mädchens wütend war, da „man etwas von seiner Tochter berührt hat, das ihm heilig ist“.

Das Geschehen findet inmitten einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise statt, die die Diebstähle und die Unsicherheit in verschiedenen Regionen des Landes in die Höhe getrieben hat, während das Regime weiterhin keine Lösungen für den Mangel an Elektrizität, Nahrungsmitteln und grundlegenden Dienstleistungen anbietet.

In diesem Kontext häufen sich die Meldungen über die Entwendung von lebenswichtigen Gütern in den sozialen Medien aufgrund der fehlenden Reaktion der Behörden.

Während der Krise, die durch den Durchzug des Hurrikans Melissa über den Osten Kubas verursacht wurde, sahen sich mehrere Provinzen mit einem besorgniserregenden Anstieg der Unsicherheit konfrontiert.

In Santiago de Cuba warnte die Elektrizitätsgesellschaft vor einer Welle von Diebstählen von Kabeln und Transformatoren in von dem Zyklon betroffenen Gebieten, was in einem kritischen Moment ganze Gemeinden ohne Strom ließ.

Diese Ereignisse, die wenig Tage nach dem Durchzug des Hurrikans registriert wurden, verschärften die bereits bestehende soziale Spannung noch weiter.

In der Provinz Granma wurden mindestens fünf Einbrüche registriert, die von Personen begangen wurden, die den Notstand ausnutzten, um Straftaten zu begehen.

Die örtlichen Behörden, angeführt von der Präsidentin des Verteidigungsrats, bezeichneten diese Handlungen als untragbar und versprachen, strenge Sanktionen gegen die Verantwortlichen zu verhängen.

Diese Straftaten ereigneten sich vor dem Hintergrund der weitreichenden Verwüstung und des Ressourcenmangels, wie in offiziellen Berichten, die nach dem Hurrikan veröffentlicht wurden, berichtet.

Am selben Tag wurden in Santiago de Cuba zwei Männer festgenommen, die versuchten, das Chaos auszunutzen, um in einer stark betroffenen Gemeinschaft zu stehlen.

Das Eingreifen der Behörden verhinderte die Plünderung, aber das Ereignis offenbarte die wachsende soziale Verzweiflung.

Tal como in den lokalen Zeugenaussagen dokumentiert, hat die Kombination aus Naturkatastrophen und institutionellem Versagen ein günstiges Umfeld für Kriminalität geschaffen.

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