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Die Passagiere mit Flügen nach oder von Caracas sehen sich an diesem Wochenende neuen Stornierungen und einer wachsenden Unsicherheit gegenüber, nachdem sechs internationale Fluggesellschaften ihre Operationen in Venezuela vorübergehend eingestellt haben, nachdem eine Sicherheitswarnung der Vereinigten Staaten herausgegeben wurde.
Laut der Agentur EFE haben die spanische Iberia, die portugiesische TAP, die kolumbianische Avianca, die trinidadische Caribbean Airlines, die brasilianische GOL und die chilenische LATAM an diesem Samstag ihre Flüge mit Ziel oder Ursprung in Venezuela eingestellt.
Die Entscheidung fiel, nachdem die Federal Aviation Administration der Vereinigten Staaten (FAA) auf einen „Anstieg der militärischen Aktivität“ und eine Verschlechterung der Sicherheitsbedingungen im Luftraum des karibischen Landes hingewiesen hatte.
Die Präsidentin der Vereinigung der Fluggesellschaften Venezuelas (ALAV), Marisela de Loaiza, bestätigte gegenüber EFE, dass die sechs Fluggesellschaften beschlossen haben, ihren Betrieb aufgrund der Warnung einzustellen, die besonders die Fluginformationsregion Maiquetía betrifft, wo die internationalen Ankünfte und Abflüge konzentriert sind.
Die spanische Zeitung El País berichtete ebenfalls, dass die FAA die Flüge über Venezuela nicht verboten hat, aber den Fluggesellschaften empfohlen hat, „besondere Vorsicht walten zu lassen“ aufgrund einer „potenziellen Risikosituation“ im Zusammenhang mit dem Anstieg militärischer Manöver innerhalb oder rund um das venezolanische Territorium.
Die Bekanntmachung, die bis zum 19. Februar gültig ist, verpflichtet die Unternehmen außerdem, 72 Stunden im Voraus zu benachrichtigen, wenn sie planen, in den venezolanischen Luftraum einzutreten.
Der regionale Kontext verstärkt die Sorge. El País erinnert daran, dass der US-amerikanische Flugzeugträger USS Gerald Ford, der größte und modernste der Welt, kürzlich in die Marinepräsenz Washingtons in der Karibik integriert wurde, als Teil der Operation Lanza del Sur, einer Kampagne, die die Vereinigten Staaten als Kampf gegen den Drogenhandel darstellen, aber politische Spannungen und Spekulationen über mögliche Maßnahmen gegen die Regierung von Nicolás Maduro ausgelöst hat.
Die FAA berichtete auch, dass seit September Störungen im satellitengestützten Navigationssystem (GNSS) in Venezuela festgestellt wurden, was die Planung von Flugrouten gefährden könnte. Darüber hinaus wies sie auf „Aktivitäten im Zusammenhang mit zunehmenden militärischen Vorbereitungen“ hin, einschließlich Manövern und Truppenmobilisierungen.
In der Zwischenzeit hat das Nationale Institut für Zivilluftfahrt von Venezuela keine offiziellen Informationen über die Maßnahmen bereitgestellt, die nach der US-Warnung ergriffen wurden. ALAV forderte Passagiere mit Tickets in den kommenden Tagen oder Wochen auf, die Mitteilungen der jeweiligen Fluggesellschaften aufmerksam zu verfolgen und geduldig auf mögliche Änderungen zu reagieren.
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