Das kubanische Regime dénonciert die elektromagnetische Einmischung der USA in den Luftraum Venezuelas



Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla hat "elektromagnetische Störungen" der USA in Bezug auf Venezuela angeprangert und sie mit einer militärischen Strategie zur Destabilisierung der Region in Verbindung gebracht. Havanna warnt vor möglichen regionalen Folgen.

Taktischer Hochleistungs-Einsatzreaktor (THOR, Referenzbild)Foto © militaryaerospace.com

Verwandte Videos:

Der kubanische Außenminister, Bruno Rodríguez Parrilla, erhob am Samstag erneut seine Stimme über sein Konto auf X —ehemals Twitter— und berichtete von einer „anhaltenden elektromagnetischen Störung in der Karibik, insbesondere im Luftraum Venezuelas“.

In seinem Beitrag verband er dieses Phänomen mit dem „offensiven und außergewöhnlichen militärischen Einsatz der Vereinigten Staaten in der Region“. Nach Ansicht von Rodríguez Parrilla ist dieses Manöver Teil einer Eskalation militärischer Aggression und „psychologischer Kriegsführung“ mit klaren Zielen: „den venezolanischen Regime gewaltsam zu stürzen“.

Captura de pantalla X / @BrunoRgyzP

Die Anzeige erfolgt in einem Kontext zunehmender Spannungen in der Karibik, nach den jüngsten Maßnahmen der US-Regierung — wie der Ankündigung der Schließung des Luftraums über Venezuela, veröffentlicht von Donald J. Trump— und Anzeichen einer militärischen Verstärkung in der Region.

Seitens Havannas haben die diplomatischen Warnungen einen immer dringlicheren Ton angenommen. Neben der kürzlichen Beschwerde des kubanischen Außenministers über eine „anhaltende elektromagnetische Störung“ in Venezuela hat das Regime erklärt, dass jede militärische Aktion Washingtons gegen Caracas nicht nur eine Bedrohung für Venezuela, sondern für ganz „Unser Amerika“ darstellt.

In einer offiziellen Mitteilung im September bat das kubanische Regime um "internationalen Beistand", um eine als unmittelbar bevorstehend erachtete Kriegsgefahr zwischen den USA und Venezuela abzuwenden. Es wurde gewarnt, dass eine direkte Aggression "unzählige Konsequenzen" für den Frieden und die Stabilität der Region haben würde.

Der Vizeaußenminister war seinerseits deutlicher: Er prangerte an, dass Washington möglicherweise versuche, das venezolanische Regime „gewaltsam zu stürzen“, das von der Trump-Administration direkt mit den Drogenhandelsoperationen des Kartells der Sonnen in Verbindung gebracht wird.

Aunque Havanna hat eine “vollständige und umfassende” Unterstützung für Nicolás Maduro erklärt, hat sie vermieden, sich öffentlich zu einer militärischen Intervention zu verpflichten. In einem kürzlichen Interview weigerte sich Rodríguez Parrilla zu antworten, ob Kuba in einen Konflikt eintreten würde, falls es zu einer Invasion in Venezuela kommen sollte, und argumentierte, dass seine Unterstützung politischer und diplomatischer Natur sein würde.

Diese deutliche formale Distanzierung — das Versprechen von Solidarität, aber der Verzicht auf eine Antwort mit Waffen — wird als eine Vorsichtsmaßnahme des kubanischen Regimes interpretiert: Obwohl es ideologisch mit Caracas verbunden ist, ist es sich der hohen Kosten bewusst, die ein militärischer Konflikt gegen die USA mit sich bringen würde. Noch mehr in einem Moment, in dem die interne Krise auf der Insel sich verschärft.

Dennoch deuten die gemeinsamen Erklärungen von Kuba und Venezuela auf eine subtile Warnung hin: Jede aggressive Intervention der Vereinigten Staaten gegen Caracas könnte „unvorhersehbare regionale Auswirkungen“ nach sich ziehen.

Von Havanna aus wird die Erzählung verbreitet, dass ein Angriff auf Venezuela einer Aggression gegen ganz Lateinamerika gleichkäme und daher seine Solidarität auf noch nicht näher definierte Weise "aktivieren" könnte.

Für Kuba stellt die Möglichkeit einer amerikanischen militärischen Eskalation in der Karibik ein direktes Risiko dar. Nicht nur aufgrund der geografischen Nähe, sondern auch wegen der möglichen Auswirkungen auf die regionale Stabilität, massive Migrationen und internationalen Druck auf verbündete Regime.

Aus diesem Grund setzt Havanna heute auf eine starke Rhetorik – mit Aussagen über „psychologische Kriegsführung“, „Eingriffe“, „Bedrohungen“ und „Aggression“ – kombiniert mit einer kalkulierten Unklarheit über ein mögliches militärisches Engagement.

In diesem Schema dient die Solidarität mit Caracas sowohl dazu, eine „salonfähige“ antikapitalistische Haltung zu bekräftigen, als auch Washington zu warnen: Jede Eskalation in der Karibik könnte Folgen über Venezuela hinaus haben. Momentan zieht es das kubanische Regime jedoch vor, sich militärisch zurückzuhalten. Eine Entscheidung aus Vorsicht, aber auch aus Überlebensgründen.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.