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Einmal mehr hängt die Rettung des kulturellen Erbes Kubas nach einer Naturkatastrophe von internationaler Unterstützung ab.
Die UNESCO leitet die Wiederherstellungsarbeiten im Osten der Insel, nachdem der Hurrikan Melissa schwere Schäden an kulturellen Stätten und lokalen Gemeinschaften verursacht hat.
Laut der Mitteilung des Regionalbüros für Kultur in Lateinamerika und der Karibik auf ihrer Facebook-Seite haben die Winde und Regen des Hurrikans direkt die Archäologische Landschaft der Ersten Kaffeepflanzungen im Südosten Kubas, die im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, betroffen und haben Ausdrucksformen des immateriellen Kulturerbes beschädigt, die für die Identität und den Lebensunterhalt der betroffenen Gemeinschaften wesentlich sind.
Als Reaktion darauf begann die internationale Organisation am vergangenen Wochenende mit der Schadensbewertung in Santiago de Cuba im Rahmen des Projekts „Bedarfserhebung für die Kultur“, das durch den Notfallfonds für das Erbe (HEF) finanziert wird.
Die Maßnahmen umfassen die technische Erfassung von Schäden, die Sammlung struktureller Informationen und die Beschaffung grundlegender Ausrüstung, um die Wiederherstellung zu beginnen.
Der erste Feldbesuch fand im Cafetal La Isabelica statt, einem der emblematischsten Orte der Landschaft Cafetalero im Südosten, gelegen im Parque Baconao, der zum Biosphärenreservat erklärt wurde.
Dort zerstörten starke Winde Dächer und Strukturen des Gebäudes und beeinträchtigten zudem nahegelegene Schulen und Wohnungen, deren Wirtschaft direkt vom Kaffee abhängt.
Der Rundgang umfasste auch die Tumba Francesa La Caridad de Oriente, die als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt ist, die erhebliche strukturelle Schäden erlitten hat.
In den letzten Jahren hat Kuba wiederholt unter Naturkatastrophen gelitten, die sein ohnehin schon fragiles Kulturerbe weiter gefährden.
Ohne internationale Kooperation wäre die Wiederherstellung dieser historischen Stätten und der damit verbundenen Traditionen praktisch unmöglich.
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