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Die Zentralbank von Kuba (BCC) hat an diesem Mittwoch eine offizielle Warnung in sozialen Netzwerken veröffentlicht, um das zu widerlegen, was sie als einen „massiven Betrugsversuch“ gegen die Bevölkerung bezeichnete. Dieser wurde durch Beiträge auf Facebook verbreitet, die versprechen, dass während der ersten Januarwoche Geld auf die Bankkonten der Insel überwiesen wird.
Laut dem Kommuniqué der BCC, das über ihr Profil auf Facebook veröffentlicht wurde, ist die Information völlig falsch und es gibt kein Programm, keine Spende oder Bargeldübergabe, die weder vom kubanischen Bankensystem noch von der Regierung der Vereinigten Staaten gefördert wird.
Die Institution nannte direkt den spanischen Staatsbürger Ignacio Jiménez oder Giménez als Ursprung der Kampagne, der bereits an ähnlichen Episoden der Desinformation beteiligt war.
In einer seiner Facebook-Veröffentlichungen behauptete Giménez dass alle Kubaner mit Konten bei der Banco Metropolitano, der Banco Popular de Ahorro und Bandec ein „Neujahrsgeschenk“ erhalten würden, ohne dass sie dafür irgendwelche Formalitäten erledigen müssten.
E sogar versicherte, dass er die Insel besuchen würde, um an einem angeblichen Wirtschaftsprojekt zu arbeiten, das mit der kubanischen Regierung und internationalen Organisationen vereinbart wurde.
Der BCC bezeichnete diese Aussagen als ein Verbrechen des massiven Betrugs, das darauf abzielt, Verwirrung zu stiften, die öffentliche Ordnung zu stören und sich die Notlage der Bürger zunutze zu machen.
Die Warnung erfolgt nach einem kürzlichen Vorfall, der die tatsächlichen Auswirkungen dieser Art von Gerüchten offenbarte.
Anfang Dezember drängten sich Hunderte von Menschen vor dem Hotel Habana Libre in Havanna, sowie in ähnlichen Einrichtungen in Santiago de Cuba, nachdem das falsche Versprechen einer Auszahlung von 1.100 Dollar pro Person verbreitet wurde.
Die Szenen mit langen Warteschlangen, kollektiver Verwirrung und Polizeigewalt zwangen die Behörden zum Eingreifen, als sich das Gerücht bereits weit über Facebook und WhatsApp verbreitet hatte.
Más allá des der offiziellen Dementi, stellt der Vorfall einen unangenehmen Punkt dar, dem sich der institutionelle Diskurs entzieht: die Leichtigkeit, mit der ein glaubwürdiges Versprechen Massen mobilisiert, spricht weniger für die Glaubwürdigkeit des Betrügers als für das Niveau der angesammelten wirtschaftlichen Verzweiflung.
In einem Land, in dem Bargeld knapp ist, die Banken kein Geld haben und das tägliche Überleben einem Hindernislauf gleicht, findet jede Erzählung von „Hilfe“ fruchtbaren Boden, selbst wenn sie an Absurdität grenzt.
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