Künstler aus den Vereinigten Staaten sagen Auftritte im "Trump Kennedy Center" ab, nachdem die umstrittene Umbenennung der Institution bekannt wurde



Künstler sagen Auftritte im Trump Kennedy Center ab, aufgrund von Kontroversen über den neuen Namen der Institution. Kritiken und mögliche Klagen entstehen durch die politische Nutzung des Veranstaltungsorts.

Donald TrumpFoto © Flickr/Gage Skidmore

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Das renommierte Kennedy Center in Washington, eines der wichtigsten kulturellen Symbole der Vereinigten Staaten, sieht sich einer Welle der Absagen gegenüber, nachdem der Vorstand beschlossen hat, den Namen des Präsidenten Donald Trump an den Namen der Institution anzufügen.

Mitten im Dezember wurde das Zentrum offiziell in The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts umbenannt.

Die Maßnahme wurde von einem Gremium genehmigt, das überwiegend von Trump ernannt wurde. Dies hat Kontroversen und ablehnende Reaktionen von Künstlern und öffentlichen Persönlichkeiten ausgelöst.

Wenige Tage vor den Feierlichkeiten zum Neuen Jahr kündigte die Jazzgruppe The Cookers die Absage ihres Auftritts an und erklärte, dass ihre Musik darauf abzielt, „Menschen zu vereinen, nicht zu spalten“.

Der Schlagzeuger Billy Hart erkannte gegenüber der US-Presse an, dass die Namensänderung "offensichtlich" Einfluss auf die Entscheidung hatte.

Auch die New Yorker Tanzkompanie Doug Varone and Dancers und die Singer-Songwriterin Kristy Lee zogen sich zurück, nachdem sie den politischen Missbrauch einer Institution angeprangert hatten, die zu Ehren des Präsidenten John F. Kennedy gegründet wurde.

„Ich kann nicht auf einer Bühne auftreten, die für das Ego einer anderen Person genutzt wird“, schrieb Lee in den sozialen Medien.

Der Präsident des Zentrums, Richard Grenell, wies die Kritiken zurück und bezeichnete die Absagen als „eine Form des Wahnsinns“, wobei er den Künstlern „teure Intoleranz“ vorwarf und mögliche Klagen wegen Vertragsverletzung andeutete.

Der Wechsel hat zusätzlich rechtliche Fragen aufgeworfen, da das Kennedy Center 1964 durch ein Gesetz des Kongresses als nationales Denkmal zu Ehren von Kennedy ausgewiesen wurde.

Die demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty verklagte Trump wegen dessen, was sie als einen „akt autoritärer Regimes“ bezeichnete.

Auch von der Familie Kennedy kam die Verurteilung. Joe Kennedy III warnte, dass "man ein Denkmal nicht umbenennen kann, ebenso wenig wie man den Namen des Lincoln Memorials ändern kann."

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