Venezuela: Der erste Schritt zur Freiheit



Die Festnahme von Nicolás Maduro ist kein symbolischer Akt und keine Demütigung für eine Nation. Es ist kein Angriff auf die venezolanische Souveränität. Souveränität lebt nicht in einem Menschen, noch in einer korrupten Führung, noch in einer Diktatur, die ihr Volk hungernd zurücklässt.

Flagge von VenezuelaFoto © CiberCuba

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Heute ist kein gewöhnlicher Tag für Venezuela. Heute atmet die Geschichte anders.

Während Jahre wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Macht ewig sei, dass die Straflosigkeit Gesetz sei, dass die Wahrheit unter hohlen Reden, Angst und Propaganda begraben werden könne. Jahre lang wurde ein ganzes Volk dazu gedrängt zu glauben, dass es keinen Ausweg gäbe. Aber die Geschichte bleibt niemals still. Die Geschichte beobachtet, wartet… und handelt.

Die Festnahme von Nicolás Maduro ist weder ein symbolischer Akt noch eine Demütigung einer Nation. Es ist kein Angriff auf die venezolanische Souveränität. Souveränität lebt nicht in einem Mann, noch in einer korrupten Elite, noch in einer Diktatur, die ihr Volk hungern lässt.

Die Souveränität lebt im Volk. In den Müttern, die Widerstand geleistet haben. In den Jugendlichen, die sich nicht ergeben haben. In den Exilierten, die ihre Heimat niemals aufgehört haben zu lieben.

Das war keine Show.

Es war eine chirurgische Aktion, zielgerichtet, präzise, mit einem klaren Ziel: einen Verbrecher aus der Macht zu entfernen und einen irreversiblen Riss in der Mauer der Straflosigkeit zu öffnen.

Nichts mehr. Nichts weniger.

Für das venezolanische Volk bedeutet dieser Moment etwas Tiefgreifendes:

Dass die Angst nicht unbesiegbar ist.

Dass die Lüge nicht ewig ist.

Dass sogar die, die sich unantastbar glaubten, fallen können.

Und diese Botschaft bleibt nicht in Venezuela. Sie hallt in ganz Lateinamerika wider. Sie hallt in jedem Land wider, in dem noch versucht wird, von Missbrauch, Kontrolle und falschen Erzählungen zu regieren.

Resuena auf ganz besondere Weise im Herzen des kubanischen Volkes, das besser als jeder andere weiß, was es bedeutet, unter einer Diktatur zu leben, die sich als Heimat tarnt, während sie die Nation zerstört.

Heute wird etwas klar, das viele verborgen halten wollten: Niemand bleibt der Wahrheit ungestraft. Sie kann Zeit brauchen. Sie kann schmerzen. Sie kann Jahre des Leidens fordern. Aber die Wahrheit setzt sich immer durch.

Das ist nicht das Ende des Weges. Es ist der erste Schritt zur Freiheit.

Der erste ernsthafte Warnruf an die Diktaturen der Region: eure Rhetorik trägt nicht mehr, eure Narrative zerbricht in Stücke, und die Welt schaut nicht länger weg.

Dass sich niemand täuscht: Venezuela wurde nicht angegriffen. Venezuela wurde verteidigt.

Und wenn die Geschichte ohne Angst geschrieben wird, wenn die Völker wieder den Kopf heben, wird dieser Moment als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem das Schweigen zu brechen begann.

Weil die Völker erwachen. Weil die Würde nicht stirbt. Und weil die Freiheit immer ihren Weg findet.

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Meinung Artikel: Las declaraciones y opiniones expresadas en este artículo son de exclusiva responsabilidad de su autor y no representan necesariamente el punto de vista de CiberCuba.

Lázaro Leyva

Kubanischer Arzt, Facharzt für Innere Medizin. Lebt in Spanien und schreibt mit kritischem Blick über die gesundheitliche und soziale Krise in Kuba.