Sandro Castro, Enkel des verstorbenen Diktators Fidel Castro, veröffentlichte auf seinem Instagram-Account ein Bild, das die Kontroversen in Kuba erneut entfachte.
Auf dem Foto ist der Freizeitunternehmer zu sehen, der ein Cristal-Bier hält und es konzentriert betrachtet, während er die Szene mit einer direkten und spöttischen Botschaft begleitet: "Wenn ich bei dir bin, vergesse ich, dass Díaz-Canel Präsident ist."

Es handelt sich um die direkteste Anspielung, die er bisher gegen den kubanischen Herrscher gemacht hat, indem er ihn zum expliziten Objekt seiner Ironie macht.
Der Kommentar gewinnt besondere Bedeutung, da er in einem Moment enormer Fragilität für das Regime erfolgt.
Tras la caída de Nicolás Maduro en Venezuela y con la atención del presidente estadounidense Donald Trump enfocada sobre La Habana, la dictadura enfrenta el contexto político más delicado de su historia.
In diesem Szenario wurde Sandros Spott von vielen als mehr denn nur eine leichte Provokation interpretiert: als Stellungnahme einer Person aus dem näheren Umfeld der Macht, die Abstand zeigen möchte, wenn das System zusammenbricht.
Wie das Sprichwort der Seefahrer sagt: "Wenn das Schiff sinkt, sind die Ratten die Ersten, die gehen."
Díaz-Canel, ständiges Ziel der Ironien des Enkels von Fidel
Es ist nicht das erste Mal, dass Sandro Castro sich über Díaz-Canel lustig macht.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte er bereits für Kontroversen gesorgt, als er auf Instagram einem Follower mit den Worten "Ich bevorzuge Cristachhh, nicht Limonade" antwortete, eine ironische Anspielung auf die berühmte Aussage von Díaz-Canel aus dem Jahr 2020, dass "die Limonade die Grundlage von allem ist".
Diese Veröffentlichung belebte die Debatte über die Privilegien der Angehörigen der Mächtigen, die sich offen über den Präsidenten lustig machen können, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.
Im Oktober veröffentlichte Fidels Enkel ein Video, in dem er das tägliche Elend, das die Kubaner erleben, parodierte.
In der Aufnahme war zu sehen, wie er ein symbolisches Loch grub, während er Grundnahrungsmittel - Hähnchen, Öl, Milchpulver und Zitronen - fand, zusammen mit einem Sexspielzeug, und ironisierte über die Knappheit, die Inflation und die Stromausfälle.
En uno de los momentos más comentados, al encontrar limones declaró: "Yo Ich wusste, dass das Fundament für alles nicht fehlen darf: ein paar Zitronchen, um eine erfrischende Limonade zu machen", una clara alusión al mandatario cubano.
A lo largo de sus publicaciones, Sandro Castro ha demostrado disfrutar de la impunidad que le concede su apellido.
Während unabhängige Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wegen ihrer Kritik an der kubanischen Realität Geldstrafen erhalten, festgenommen oder inhaftiert werden, verspottet Fidel's Enkel den Regierungschef öffentlich, ohne sichtbare Konsequenzen, was die Wahrnehmung einer Doppelzüngigkeit auf der Insel verstärkt.
Im Juli warf er einen weiteren Seitenhieb in einem Video, in dem er ein Cristal-Bier hielt und sagte: "Was sagt der Blackout zum anderen Blackout? Wir sind Kontinuität!", in Anspielung auf den von Díaz-Canel propagierten offiziellen Slogan.
Die Veröffentlichung kursierte, während ein großer Teil des Landes unter langanhaltenden Stromausfällen litt, und wurde zu einem weiteren indirekten Hinweis auf die Rhetorik des Regimes.
Im Juni verlieh Sandro einem Kommentar, der sich direkt über den Herrscher lustig machte, "Gefällt mir", eine Geste, die von vielen Anhängern als Zeichen der Missbilligung gegenüber Díaz-Canel oder als Sympathie für die Kritik an dem Staatsoberhaupt gedeutet wurde.
Das Zusammenwirken dieser Aktionen zeichnet ein unangenehmes Bild sowohl für den Herrscher als auch für Sandro Castro selbst.
Einerseits zeigt es den Verlust der symbolischen Autorität von Díaz-Canel selbst unter den Erben des Kastrosystems; andererseits deckt es die Zynik einer Elite auf, die es sich erlaubt, über den Zusammenbruch des Landes zu scherzen, während Millionen Kubaner mit Stromausfällen, Knappheit und Repression konfrontiert sind.
Das Bild von Fidels Enkel, der mit einer Cristal anstößt und dabei vergisst, dass Díaz-Canel der Herrscher ist, macht nicht nur ihn lächerlich: Es zeigt auch die Entfremdung der Erbspitze von der alltäglichen Tragödie des Landes, in einer Zeit, in der das Regime wackelt wie nie zuvor.
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