Die Krise im Iran eskalierte an diesem Sonntag in ein offen politisches und militärisches Terrain nach den Äußerungen von Präsident Donald Trump, der versicherte, dass die Vereinigten Staaten „bereit sind zu helfen“ dem iranischen Volk inmitten der größten antigouvernementalen Proteste seit Jahren. Die Antwort aus Teheran ließ nicht lange auf sich warten und kam in einem warnenden Ton.
Der Präsident des iranischen Parlaments, Mohammad Baqer Qalibaf, sandte eine deutliche Botschaft nach Washington und an seine Verbündeten, indem er darauf hinwies, dass jeder Angriff auf den Iran die US-Basen und Schiffe in der Region sowie Israel zu „legitimen Zielen“ machen würde, wie in einem Bericht der Agentur Reuters zu lesen ist.

Die Erklärung erfolgte, während das Land eine Welle von Unruhen durchlebt, die laut Menschenrechtsorganisationen innerhalb von nur zwei Wochen mehr als 500 Tote gefordert hat.
Die Worte von Qalibaf spiegeln die Nervosität der iranischen Führung angesichts der Möglichkeit einer ausländischen Intervention wider. Trump hat in den sozialen Medien erneut betont, dass „der Iran nach Freiheit strebt, vielleicht wie nie zuvor“, und angedeutet, dass seine Regierung Optionen prüft, die von einer Verschärfung der Sanktionen bis hin zu militärischen Maßnahmen reichen, falls die Repression gegen die Demonstranten anhält.
Die Proteste, die Ende Dezember aufgrund der Preiserhöhungen begannen, verwandelten sich schnell in eine direkte Herausforderung für das seit 1979 regierende klerikale Regime.
Als Antwort haben die iranischen Behörden die Repression verschärft, "Terroristen" und äußere Feinde beschuldigt, Chaos zu fördern, und den Informationsfluss durch Internetausfälle eingeschränkt.
Desde Teheran betont die offizielle Botschaft, dass die Vereinigten Staaten und Israel versuchen, das Land zu destabilisieren. Aus Washington haben Trump und hochrangige Mitarbeiter wie der Außenminister Marco Rubio Unterstützung für das “tapfere Volk Irans” geäußert, ohne jedoch genau anzugeben, welche Art von konkreter Hilfe die USA bereit wären anzubieten.
Israel hat sein Alarmniveau angesichts einer möglichen amerikanischen Beteiligung erhöht, während Analysten warnen, dass, obwohl die Proteste das Regime nicht sofort stürzen könnten, es dennoch geschwächter und anfälliger ist als in früheren Krisen.
Mitten in Beerdigungen, brennenden Straßen und Tausenden von Festgenommenen fügt der Konflikt zwischen Trump und der iranischen Führung eine neue Schicht der Unsicherheit zu einer bereits von menschlichem Leid und der Angst vor einer regionalen Eskalation geprägten Situation hinzu.
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