Die cubanische Regierung dementiert Gerüchte über das Ende der Zollvergünstigungen für Lebensmittel und Medikamente



Das Ministerium für Finanzen und Preise hat bestritten, dass der Zollvorteil, der den Import von Lebensmitteln und Medikamenten ohne Steuern erlaubt, der bis zum 31. Januar 2026 gültig ist, endet. Es wurde jedoch auch nicht klargestellt, ob die Regelung verlängert wird.

Kubaner im Flughafen (Bild zur Referenz)Foto © Cubadebate

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Das Ministerium für Finanzen und Preise (MFP) von Kuba hat an diesem Mittwoch die Gerüchte über das Ende des zollfreien Vorteils für die Einfuhr von Lebensmitteln, Hygieneprodukten und medizinischen Hilfsmitteln dementiert.

Die Klarstellung erfolgt, nachdem in den sozialen Medien Berichte verbreitet wurden, die die Ausnahme ab dem 1. Februar für beendet erklären.

In einer Mitteilung, die auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und von dem offiziellen Medium Cubadebate wiederholt wurde, versicherte die Institution, dass die Maßnahme bis zum 31. Januar 2026 weiterhin gültig ist.

Das MFP präzisierte, dass „keine Entscheidung getroffen wurde, die die derzeit geltende außergewöhnliche steuerliche Behandlung ändert“ und dass alle Aktualisierungen über die offiziellen Medien bekannt gegeben werden.

Dennoch klärt die Mitteilung auch nicht, ob diese Regelung verlängert wird oder nicht, obwohl die Bevölkerung hofft, dass dies der Fall sein wird, da der Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln weiterhin besteht.

Die während der Pandemie eingeführte und mehrfach verlängerte Regelung ermöglicht die zollfreie Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln, die von Reisenden mitgebracht oder per Paketversand verschickt werden, solange sie nicht kommerziellen Charakter haben.

Das Ministerium betonte, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, "den Zugang der Bevölkerung zu lebenswichtigen Gütern" in einem schwierigen wirtschaftlichen Kontext zu erleichtern.

Die Widerlegung bezieht sich auf Informationen, die von inoffiziellen Portalen wie News 360 veröffentlicht wurden und behaupteten, dass die Befreiung ab Februar 2026 aufgehoben wird, was die familiären Sendungen und das Gepäck der Reisenden sofort verteuert hätte.

In diesen Berichten wurde darauf hingewiesen, dass die Maßnahme "die Rückkehr zum traditionellen Zollsystem mit Gebühren nach Wert und Gewicht" bedeuten würde, was die Haushalte, die auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen sind, direkt betreffen könnte.

Obwohl das MFP betont hat, dass es keine unmittelbaren Änderungen gibt, sorgt das Thema unter den Kubanern für Besorgnis, da persönliche Importe für sie zu einem der wenigen Wege geworden sind, um Zugang zu Grundnahrungsmitteln zu erhalten.

Die anhaltende Knappheit, die hohen Binnenpreise und der Mangel an Transparenz in der offiziellen Kommunikation nähren das Misstrauen gegenüber jeder amtlichen Ankündigung.

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