Der kubanische Regime hat an diesem Montag seine militaristische Rhetorik mit dem Beginn des sogenannten Jahres der Vorbereitung auf die Verteidigung 2026 in den Revolutionären Streitkräften (FAR) wiederbelebt, ein Programm, das darauf abzielt, die "militärische Unverwundbarkeit" zu stärken und die "einsatzmäßige Nutzung" der Truppen zu perfektionieren.
Der Noticiero Nacional de Televisión zeigte Panzer, Waffen und Truppenformationen in einer Kulisse, die an die militärischen Propagandaveranstaltungen vergangener Jahrzehnte erinnert.
Der militärische Diskurs kommt in einem regionalen Kontext, der von der militärischen Präsenz der Vereinigten Staaten in der Karibik geprägt ist, nach der jüngsten Operation, die zur Festnahme von Nicolás Maduro und zur Kontrolle des venezolanischen Übergangsprozesses unter der Aufsicht von Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio führte.
Während Washington seinen Einfluss in der Region festigt, sucht die Regierung von Miguel Díaz-Canel, Kohäsion und innere Stärke durch Botschaften zu projizieren, die an die Rhetorik des Kalten Krieges erinnern.
Dennoch steht die nationale Realität im Kontrast zu dieser Erzählung. Die kubanischen Soldaten wirken dünn, schwach, mit veralteter Bewaffnung und Militärübungen, die wie Choreografien für Kinderturnen erscheinen. Dies hat eine starke Welle von Kritiken in den sozialen Medien ausgelöst.
Der zentrale Akt fand in der großen Panzer Einheit Gloria Combativa Rescate de Sanguily, Orden Antonio Maceo statt und wurde von dem Brigadegeneral Roberto Navarro Cabrejas geleitet, der das Engagement der Armee bekräftigte, „jede feindliche Aggression gemeinsam mit dem Volk zu bekämpfen“.
Das von den FAR angekündigte Programm sieht „die Modernisierung der Technik und der Bewaffnung“ sowie „die Stärkung der politischen und ideologischen Arbeit“ innerhalb der Militärseinheiten vor.
Auch die „Nahrungsmittelproduktion“ und die „Fürsorge für den Menschen“ wurden einbezogen, Ausdrücke, die oft in der Rhetorik der kubanischen Armee auftauchen, um ihr Bild als selbstgenügsame Institution zu stärken.
Der neue „Jahr der Vorbereitung auf die Verteidigung“ scheint eher einem symbolischen Bedürfnis zur Bestätigung der militärischen Macht zu entsprechen als einer echten Strategie der nationalen Verteidigung.
In einem Moment, in dem Kuba mit seiner größten politischen Fragilität seit Jahrzehnten konfrontiert ist, greift das Regime erneut auf die Rhetorik des externen Feindes zurück, um sein Festhalten an der Macht zu rechtfertigen.
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