Spanischer Experte für militärische Themen kommentiert "was dem kubanischen Staat bleibt"



Yago Rodríguez erklärt, warum Kuba das nächste militärische Ziel der USA sein könnte, und hebt die Schwäche des kubanischen Regimes sowie dessen Mangel an internationaler Führungsstärke hervor.

Yago RodríguezFoto © The Wild Project auf YouTube

Der spanische Analyst Yago Rodríguez, Experte für Verteidigung und internationale Angelegenheiten, erklärte, dass „Kuba der Nächste auf der natürlichen Liste“ möglicher militärischer Aktionen der Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre sei.

Seine Aussagen fanden während eines Interviews auf dem YouTube-Kanal The Wild Project in der Episode #356 mit dem Titel „Militärische Angelegenheiten: Kann Maduro hingerichtet werden? So sind die Delta Force“ statt.

Rodríguez, angesehen als eine der anerkanntesten Stimmen in der militärischen Analyse im spanischsprachigen Raum, erklärte, dass „wenn man die westliche Hemisphäre dominieren will... Kuba“ der unvermeidliche Schritt sei nach der jüngsten amerikanischen Operation, die Nicolás Maduro in Venezuela stürzte.

Seiner Meinung nach hat das Regime in Havanna dank eines einzigartigen strategischen Wissens jahrzehntelang überlebt: „Was dem kubanischen Staat bleibt, ist das Know-how, durch Geheimdienste, wie man ein Land kontrolliert. Das ist es, was dem Regime in Venezuela beigebracht wurde, wie man das Militär kontrolliert und verhindert, dass jemand auftritt und einen Staatsstreich durchführt.“

Der Experte betonte, dass diese Kontrolle heute die wichtigste und fast einzige Stärke des kubanischen Systems ist. „Dank dieses Wissens hält das Regime die Macht, aber sie haben mittlerweile keine angesehene Persönlichkeit mehr an der Spitze. Die, die geblieben sind, sind die Alten, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Revolution gemacht haben, also sag mir Bescheid. Sie sind schwach.“

Zur Führung von Miguel Díaz-Canel äußerte sich Rodríguez deutlich: „Er hat keine internationale Ausstrahlung, er versucht es, aber er hat keine Relevanz.“

Der spanische Experte erinnerte daran, dass die kubanische Armee in der Vergangenheit eine wichtige Rolle in Kriegen in Afrika spielte, betonte jedoch, dass „dieses militärische Potenzial verschwunden ist“.

Für den Analysten steht Kuba im aktuellen Kontext im Fokus der strategischen Überlegungen Washingtons, insbesondere unter der Verwaltung von Donald Trump und mit Marco Rubio als Außenminister.

„Die Präsenz von Rubio ist ein weiterer wichtiger Faktor, der Kuba möglicherweise an die Spitze der Interessensliste für die USA setzen könnte“, merkte er an.

Rodríguez schloss mit einer Reflexion über die wirtschaftliche Zukunft der Insel ab. „In Kuba gibt es einen Kuchen zu verteilen. Es ist ein unterentwickeltes Land, das schon seit langem ohne Investitionen lebt. (...) Es muss nicht länger die heilige Kuh sein, die immer noch respektiert wird.“

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