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Der Direktor der Central Intelligence Agency (CIA), John Ratcliffe, reiste nach Caracas und hatte ein Treffen mit der kommissarischen Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, und dem Leiter der Präsidialgarde sowie dem Direktor der Dirección General de Contrainteligencia Militar (DGCIM), Gustavo González López, bestätigten Quellen der US-Regierung, die von CNN zitiert wurden.
Laut einem Beamten, der anonym bleiben wollte, sprach Ratcliffe über mögliche Bereiche der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und betonte, dass Venezuela „nicht länger ein sicherer Hafen für die Gegner der Vereinigten Staaten sein kann, insbesondere für die Drogenhändler“.
Der Treffpunkt sollte Vertrauen schaffen und spiegelt Ratcliffes Interesse wider, dass die CIA eine “aktivere” Rolle in der Region übernimmt.
Der Besuch findet in einem Kontext statt, in dem Präsident Donald Trump „seine Kontrolle über Venezuela bekräftigt hat“ nach der Festnahme Nicolás Maduros Anfang Januar.
Seitdem hat Washington „die Führung des Übergangsprozesses übernommen“ und die Kontrolle über die Ölproduktion des Landes, so der Text.
Dieses Treffen markiert einen strategischen Wendepunkt nach der Festnahme von Maduro und der Neugestaltung der Geheimdienste.
Die traditionelle Einfluss der kubanischen Intelligenz in Caracas wird verdrängt durch die direkte Präsenz der CIA auf venezolanischem Territorium.
Seit über zwei Jahrzehnten ist die Beteiligung kubanischer Berater in den Bereichen Geheimdienst, Gegenaufklärung, Ausbildung und soziale Kontrolle durch Berichte internationaler Organisationen und Menschenrechtsorganisationen dokumentiert.
Die Internationale Unabhängige Missions zur Faktenfeststellung über Venezuela der UNO wies in ihrem Bericht vom September 2020 und in späteren Aktualisierungen auf die Existenz einer „parallelen Struktur der Nachrichtendienste“ hin, in der kubanische Beamte und Berater eine technische und operative Rolle innerhalb der DGCIM und des SEBIN gespielt haben sollen.
Ein Bericht der OAS aus dem Jahr 2018 dokumentierte ein „kubanesches Netzwerk für Beratung und Überwachung“ im Hinblick auf venezolanische Geheimdienste, insbesondere SEBIN und DGCIM.
In diesem Zusammenhang wird das Treffen von Ratcliffe mit Rodríguez und dem Leiter der DGCIM als ein Zeichen dargestellt, dass die Vereinigten Staaten nicht nur versuchen, den politischen Kurs Venezuelas zu beeinflussen, sondern auch „ihre wirtschaftliche und sicherheitspolitische Struktur neu zu gestalten“, während die Übergangsphase unter direkter Aufsicht Washingtons steht.
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