Kanada fordert seine Bürger auf, bei Reisen nach Kuba „äußerste Vorsicht“ walten zu lassen



Die kanadische Regierung warnt vor längeren Stromausfällen, Nahrungsmittelknappheit, Medikamentenmangel und Treibstoffengpässen und empfiehlt Touristen, bei Reisen zur Insel grundlegende Vorräte mitzubringen.

La Habana (Referenzbild)Foto © CiberCuba

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Die Regierung Kanadas hat ihre Reisehinweise aktualisiert und fordert ihre Bürger auf, beim Besuch von Kuba "ein hohes Maß an Vorsicht" walten zu lassen, aufgrund der Versorgungskrise, häufiger Stromausfälle und des Verfalls grundlegender Dienstleistungen, selbst in touristischen Gebieten.

En seinem offiziellen Reiseportal, aktualisiert am 15. Januar 2026, warnte das Außenministerium von Kanada, dass das karibische Land mit einer "chronischen und schweren Knappheit an Grundnahrungsmitteln" konfrontiert ist, einschließlich Lebensmitteln, Flaschenwasser, Medikamenten, Treibstoff und Devisen, was auch Auswirkungen auf die Hotels und Resorts hat.

Die Mitteilung führt aus, dass „die landesweiten Stromausfälle länger als 24 Stunden dauern können“ und dass die planmäßigen Stromabschaltungen Teil einer Strategie sind, um den Druck auf das Energiesystem zu verringern.

Dennoch stellt der Text klar, dass die Notstromgeneratoren der großen Hotels wegen Treibstoffmangel möglicherweise ausfallen könnten, was essentielle Dienstleistungen wie fließendes Wasser, Kühlung und Beleuchtung beeinträchtigen würde.

Die Warnung weist auch darauf hin, dass Reisende im Land Schwierigkeiten haben könnten, sich fortzubewegen, aufgrund des Treibstoffmangels, der Probleme im öffentlichen Verkehr und der langen Warteschlangen an den Tankstellen.

„Eine Reise über die Insel ist äußerst kompliziert, und einige Touristen sind vorübergehend mit Mietwagen festgefahren“, heißt es in der Mitteilung.

Die kanadische Regierung empfiehlt ihren Bürgern, grundlegende Artikel wie Medikamente, Hygieneprodukte und nicht verderbliche Lebensmittel mitzunehmen. Außerdem sollten sie Wasserreserven anlegen und ihre Telefone so oft wie möglich aufladen.

Ebenfalls erwähnt der Bericht den Anstieg von Kleinkriminalität in touristischen Gegenden, wie Diebstählen und Betrügereien, und warnt vor Betrugsversuchen oder überhöhten Preisen bei Taxis und lokalen Geschäften.

Es wird auch auf die Möglichkeit von Internetabschaltungen oder Einschränkungen in sozialen Netzwerken "im Falle von Unruhen oder öffentlichen Demonstrationen" hingewiesen.

Die Warnung aus Ottawa hebt hervor, dass die kubanische Krise sowohl die lokale Bevölkerung als auch den Tourismus betrifft, eine der wichtigsten Einkommensquellen des Landes.

Trotzdem betont die Seite, dass es kein Reiseverbot gibt, sondern eine Empfehlung, während des Aufenthalts „hohe Vorsicht walten zu lassen“.

Dies ist das aktuellste Update zum Risikoniveau Kanadas gegenüber Kuba, das seit 2023 in der Kategorie "erhöhte Vorsicht" bleibt, jedoch nun spezifische Warnungen zu längeren Stromausfällen sowie zu Mangel an Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff enthält.

Ebenso hat die kanadische Regierung im letzten November ihre Reisehinweise für Kuba aktualisiert, um eine Warnung wegen des Chikungunya-Ausbruchs einzuschließen.

Widersprüchlicherweise reiste vor einigen Tagen eine Gruppe von Regierungsbeamten nach Kanada, um eine beruhigende Botschaft an Reiseveranstalter und Reiseagenturen zu senden: der Tourismus funktioniert „normal“ und es gibt keinen Grund zur Besorgnis, trotz der jüngsten Warnungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

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