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Der Goldpreis hat einen historischen Meilenstein auf den internationalen Märkten erreicht, indem er zum ersten Mal die 5.000 Dollar pro Unze überschreitet, eine psychologische und wirtschaftliche Barriere, die eine neue Ära für die Edelmetalle einleitet.
Zum Auftakt der Sitzung an diesem Montag wurde das Goldmetall notiert bei 5.111,07 Dollar, was einem Anstieg von 2,48% im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag (4.987,49 Dollar) entspricht.
Obwohl sie später leicht zurückging, hielt sie gegen Mittag (12:15 Uhr ET) einen soliden Anstieg von 2,09 % und wurde bei 5.091,81 Dollar gehandelt.
Die Größenordnung des Anstiegs ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass der Preis vor nicht einmal anderthalb Jahren - im August 2024 - bei etwa 2.508 Dollar lag, was einer Verdopplung des Wertes in diesem Zeitraum entspricht, wie die Agentur EFE. präzisiert hat.
Bereits im Jahr 2026 hat Gold fast 20% an Wert gewonnen, ausgehend von den 4.319,37 Dollar, mit denen es das Jahr 2025 beendet hat.
Warum steigt der Goldpreis?: Schlüsselfaktoren des neuen historischen Höchststands
Der Anstieg des Goldpreises ist das Ergebnis einer Kombination aus strukturellen, monetären und geopolitischen Faktoren:
Globale geopolitische Instabilität:
Das jüngste Weltwirtschaftsforum in Davos legte seinen Fokus auf die Notwendigkeit, sich auf eine „weniger stabile Weltordnung“ vorzubereiten, was zu einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Anlageformen wie Gold führte.
Die jüngsten Spannungen umfassen neue Zollbedrohungen des Präsidenten Donald Trump gegenüber Kanada sowie Warnungen vor möglichen Konflikten in strategischen Gebieten wie dem Panamakanal, Kuba, Kolumbien und sogar Brasilien.
Aggressive Handelspolitik:
Die von Trump erhobenen Zölle haben den Metallmarkt direkt beeinflusst. Insbesondere hat Silber stark reagiert und erreichte 115,16 Dollar pro Unze, was einem Anstieg von 11,6 % im Vergleich zum Freitag entspricht.
-Schwäche des Dollars und monetäre Expansion:
Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro an Wert verloren, der um fast 1% gestiegen ist und nun bei 1,185 Einheiten liegt.
Diese Abwertung, zusammen mit den Geldstimulierungsmaßnahmen und dem beschleunigten Wachstum der globalen Schulden, hat Gold als Wertaufbewahrungsmittel begünstigt.
- Käufe von Zentralbanken:
Laut Manuel Pinto, Analyst bei XTB, „setzen die Zentralbanken ihre Goldkäufe in einem beschleunigten Tempo fort“, was die strukturelle Nachfrage nach dem Metall weiter verstärkt.
Institutionelle Spannungen in den USA:
Ein weiterer Faktor, der die Unsicherheit nährt, ist die Spekulation über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Federal Reserve (Fed). Außerdem haben die verbalen Angriffe von Trump auf die Unabhängigkeit der Fed und die Deviseninterventionen der USA und Japans ebenfalls Auswirkungen auf die Märkte gehabt.
Expertenanalyse: Deckung oder Panik?
Para Javier Molina, Analyst von eToro, sendet Gold „kein Zeichen der Panik, sondern der Absicherung“, und viele Portfolios passen ihre Exposition an, um sich in einem unsichereren institutionellen Umfeld zu schützen.
Seiner Meinung nach zeigt die Tatsache, dass die Märkte sich nicht stark korrigiert haben, dass wir es „nicht mit einem wirtschaftlichen Einfluss zu tun haben, sondern mit einer Phase der Anpassung von Wahrnehmungen“.
Por seinerseits, Mark Haefele, Investmentdirektor von UBS Global Wealth Management, ist der Meinung, dass „die Argumente für Gold weiterhin stark sind“ und schätzt, dass der Preis kurzfristig 5.400 Dollar pro Unze erreichen könnte.
Haefele empfiehlt, Positionen in Metall als Absicherung gegen mögliche makroökonomische Ungleichgewichte zu halten.
Die Silberpreise überschreiten ebenfalls ihre historischen Höchststände
Nicht nur der Goldpreis ist gestiegen.
Der Silberpreis hat eine der größten Aufwertungen auf dem Markt verzeichnet und ist seit dem Ende des Jahres 2025 um 60,7% gestiegen, als er bei 71,64 Dollar lag.
Der aktuelle Wert von 115,16 Dollar pro Unze spiegelt eine neue Dynamik wider, in der das graue Metall sowohl von seiner industriellen Nutzung als auch von den Handelspolitiken der Vereinigten Staaten beeinflusst wird.
Manuel Pinto warnt, dass die Situation der Lagerbestände und die von Trump verhängten Zölle hinter diesem Anstieg stehen, was neue Schwankungen vorhersagen könnte, je nachdem, wie sich die Handelskonflikte entwickeln.
Fazit: Was bedeutet das für die globale Wirtschaft?
Der Anstieg des Goldpreises auf über 5.000 Dollar pro Unze ist nicht nur ein finanzielles Phänomen. Er spiegelt einen tiefgreifenden Wandel in der Wahrnehmung globaler Stabilität, der Rolle traditioneller Währungen und der Unsicherheit hinsichtlich der Ausrichtung der Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten wider.
Die Signale sind klar: In einer zunehmend instabilen Welt, mit wachsenden geopolitischen Spannungen, latenter Inflation und Herausforderungen für die Unabhängigkeit der Zentralbanken, suchen die Investoren Zuflucht im Gold und festigen es als das ultimative Vertrauen schaffende Anlagegut.
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