Kubanischer Youtuber beklagt den technologischen Zusammenbruch aufgrund von täglichen Stromausfällen von über 12 Stunden in Havanna



Lass uns mit Juanka gehenFoto © Facebook/Vámonos con Juanka

Ein kubanischer Content Creator hat diese Woche eine Realität angesprochen, die Tausende von Havananern in Schweigen erleben: Stromausfälle von mehr als 10 bis zu 12 Stunden täglich, die nicht nur das häusliche Leben beeinträchtigen, sondern es praktisch unmöglich machen, zu arbeiten, zu schlafen und eine minimale Routine aufrechtzuerhalten.

Desde seinem Kanal Vámonos con Juanka berichtete der YouTuber sichtbar erschöpft, wie ihn der langanhaltende Stromausfall in eine aussichtslose Lage gebracht hat. „Mir wird die Elektrizität nur einmal am Tag eingeschaltet“, erklärte er und schilderte, dass er ohne Strom seine Geräte nicht aufladen, sich nicht mit dem Internet verbinden und die Videos, die seine Einkommensquelle darstellen, nicht bearbeiten kann.

Das Zeugnis geht über eine bloße Beschwerde hinaus. Juanka beschreibt eine körperliche und geistige Erschöpfung, die sich nach einer ganzen Woche ohne Schlaf in der Nacht angesammelt hat, mit Stromausfällen, die sich auf den frühen Morgen konzentrieren und gezwungen sind, das Leben auf den Kopf zu stellen.

„Ich wache mit Kopfschmerzen auf“, gesteht sie und räumt ein, dass es „höllisch“ geworden ist, den Blick auf den Computer oder das Handy zu richten, selbst wenn sie es schafft, etwas Strom zu bekommen.

In einem verzweifelten Versuch, weiterzuarbeiten, traf der YouTuber eine Entscheidung, die immer mehr Kubaner in Erwägung ziehen müssen: sein Zuhause zu verlassen. Er zog vorübergehend an einen anderen Ort, wo angeblich die Stromsituation besser war.

Dennoch holte ihn die Realität erneut ein. „Hier ist es jetzt noch schlimmer“, klagt er und fragt sich laut, wo in Kuba es möglich ist, mit stabiler Elektrizität zu arbeiten.

Seine Botschaft spricht ein Gefühl an, das viele teilen: das Verschwinden jeglichen sicheren Raums angesichts der Stromausfälle. „Es gibt keinen Ort mehr, an dem der Strom nicht ausfällt“, fasst er zusammen und wendet sich direkt an seine Anhänger, um herauszufinden, ob auch andere dasselbe erleben.

Die Worte von Juanka stimmen mit einem besonders kritischen Moment des nationalen elektrischen Systems überein. Laut offiziellen Daten der Unión Eléctrica hielten die Stromausfälle während der 24 Stunden des Montags an, mit Beeinträchtigungen, die in der Spitzenzeit fast 2.000 Megawatt erreichten.

In Havanna erkannte das Elektrizitätsunternehmen Stromausfälle von fast 20 Stunden an nur einem Tag, eine Zahl, die die Erschöpfung erklärt, die der Content Creator beschreibt.

Jenseits der Statistiken zeigt das Zeugnis einen weniger sichtbaren Einfluss des energetischen Zusammenbruchs: die Unmöglichkeit, Arbeitsplätze im Zusammenhang mit Technologie, digitalem Inhalt und Online-Diensten aufrechtzuerhalten, Sektoren, die viele junge Kubaner als eine wirtschaftliche Rettungsleine in der Insel angesehen haben.

Während das Regime auf technische Mitteilungen und Versprechen zur Erholung besteht, zeigen Geschichten wie die von Juanka die menschlichen Kosten einer Krise ohne klare Perspektive. Es geht nicht nur um ausgefallenes Licht, sondern um ausgesetzte Leben, abgebrochene Projekte und eine Frage, die immer lauter unter den Kubanern widerhallt: Wie soll man weitermachen, wenn nicht einmal die Elektrizität garantiert ist?

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