Gloria und Emilio Estefan wurden bei den Grammy Awards 2026 mit dem Preis für Das beste tropische Latino-Album für Raíces ausgezeichnet, eine Produktion, die den karibischen Klängen huldigt, die ihren künstlerischen Weg geprägt haben. Das kubanisch-amerikanische Paar betrat die Bühne des Peacock Theatre in Los Angeles, um den Preis unter Applaus und Emotion entgegenzunehmen, bei einer Zeremonie vor der Fernsehgalan.
„Danke, fünfzig Jahre später und mein Herz schlägt immer noch schneller“, sagte Gloria, als sie den Preis entgegennahm, begleitet von ihrem Ehemann. „Schatz, danke für dieses unglaubliche Album, das du für mich produziert hast. Du bist nach wie vor meine größte Inspiration“, fügte sie hinzu. Emilio Estefan erinnerte sich an die Anfänge der Miami Sound Machine und den Stolz, die lateinamerikanische Gemeinschaft in der amerikanischen Musikindustrie zu repräsentieren: „Vor fünfzig Jahren gehörten wir zu den Ersten, die in zwei Sprachen aufgenommen haben, auf Englisch und Spanisch. Ich bin stolz darauf, das getan zu haben und lateinamerikanisch zu sein.“
Raíces markiert die Rückkehr von Gloria Estefan in die Musikwelt nach mehreren Jahren ohne Veröffentlichung eines Studioalbums. Das Album kombiniert Bolero, Son, Salsa und Ballade in einer eleganten Produktion von Emilio Estefan, die darauf abzielt, die Essenz klassischer tropischer Musik wiederzubeleben und der kulturellen Erbschaft der karibischen Einwanderer Tribut zu zollen.
Nativ in Havanna und seit ihrer Kindheit in Miami wohnhaft, hat sich Gloria Estefan als eine der einflussreichsten latino Stimmen in den Vereinigten Staaten der letzten Jahrzehnte etabliert. Ihre Karriere, geprägt von der Fusion lateinamerikanischer Rhythmen und Pop, hat Generationen von hispanischen Künstlern in der internationalen Musikindustrie Türen geöffnet.
Mit dieser Auszeichnung erreicht Gloria Estefan fünf Grammy- und fünf Latin Grammy-Preise und festigt damit ihre Position als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der spanischsprachigen Musik. In derselben Zeremonie wurden auch Bad Bunny, Natalia Lafourcade, Carín León, Ca7riel & Paco Amoroso sowie der kubanische Pianist Gonzalo Rubalcaba ausgezeichnet, der in der Kategorie Latin Jazz für sein Album A Tribute to Benny Moré and Nat King Cole gewann.
Archiviert unter: