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Der Präsident der Regierung, Pedro Sánchez, kündigte am Dienstag an, dass Spanien den Zugang zu sozialen Netzwerken für Personen unter 16 Jahren verbieten wird und neue Maßnahmen zur Kontrolle der digitalen Plattformen erlassen wird.
Laut der Agentur EFE wurde die Ankündigung während seiner Rede auf dem Weltgipfel der Regierungen in Dubai gemacht, an dem eine Reihe von Staats- und Regierungschefs teilnahm.
Sánchez erklärte, dass seine Regierung nächste Woche ein Maßnahmenpaket verabschieden wird, das die Plattformen dazu verpflichtet, effektive Kontrollen und tatsächliche Barrieren einzuführen, um den Zugang von Minderjährigen zu verhindern.
Der Präsident erinnerte daran, dass er bereits seine Absicht geäußert hatte, die Verantwortlichkeit der Führungskräfte dieser Unternehmen zu fordern, und erläuterte, dass sie rechtlich für die in ihren Netzwerken begangenen Verstöße verantwortlich gemacht werden.
Unter den Maßnahmen wird die Manipulation von Algorithmen und die Verstärkung illegaler Inhalte als Straftat eingestuft.
Es werden ebenfalls mögliche Rechtsverstöße auf Plattformen wie Grok, TikTok und Instagram zusammen mit der Staatsanwaltschaft untersucht.
Sánchez kündigte außerdem die Schaffung eines Systems zur Nachverfolgung und Rückverfolgbarkeit an, das es ermöglichen wird, das zu messen, was er als „eine Spur von Hass und Polarisation“ bezeichnete.
Der Präsident informierte, dass Spanien sich gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Ländern der sogenannten „Koalition der Digitalen Willigen“ angeschlossen hat, einer Gruppe, die darauf abzielt, koordiniert eine strengere und schnellere Regulierung der sozialen Medien voranzutreiben.
Der Präsident rechtfertigte diese Maßnahmen mit der Behauptung, dass die Netzwerke zu einem „gescheiterten Staat“ geworden seien, einem Ort, an dem die Gesetze ignoriert, Straftaten toleriert und Desinformation mehr wert sei als die Wahrheit.
Als Beispiel nannte er die Vorwürfe gegen TikTok wegen der Toleranz von durch künstliche Intelligenz erzeugtem Material für Kinderpornografie, gegen Instagram wegen der Überwachung von Millionen von Android-Nutzern und gegen Facebook wegen der Unterstützung von Desinformationskampagnen und der Einmischung in Wahlen.
Sánchez sprach auch den Eigentümer von X, Elon Musk, an, dem er vorwarf, "Desinformation über eine souveräne Entscheidung" der spanischen Regierung "verstärkt" zu haben.
Der Regierungschef bestand darauf, dass es notwendig ist, die Kontrolle über die Plattformen zurückzugewinnen, und versicherte, dass Spanien eine "Null-Toleranz"-Politik gegenüber digitalen Missbrauchsfällen verfolgen wird. "Ihre Macht sollte uns keine Angst machen, denn unser Entschluss ist größer als ihr Reichtum", schloss er.
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