Trump schließt Unternehmer mit Green Card von Bundesdarlehen aus: Was ist über die Maßnahme bekannt?




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Ab dem 1. März werden Tausende von einwandernden Unternehmern den Zugang zu einem der wichtigsten finanziellen Instrumente der Bundesregierung verlieren: den Darlehen der Small Business Administration (SBA).

Eine neue Regelung, die von der Trump-Administration eingeführt wurde, verbietet es permanenten Einwohnern -Inhabern einer Greencard-, diese Mittel zu beantragen und reserviert sie ausschließlich für US-Bürger.

Die Ausschluss von Dauersiedlern von diesen Krediten wird von vielen Analysten als strategischer Fehler angesehen.

Es lässt nicht nur einen hochgradig unternehmerischen Sektor ohne Unterstützung zurück, sondern schränkt auch das Wirtschaftswachstum in lokalen Gemeinschaften ein, von denen viele auf von Einwanderern geführte Unternehmen angewiesen sind.

Von Familienrestaurants über Baumärkte, Kfz-Werkstätten bis hin zu Friseursalons sind diese kleinen Unternehmen Motoren für Beschäftigung und Aufstieg, insbesondere in Regionen mit hoher Migrantenbevölkerung.

Außerdem kommt die Maßnahme zu einem heiklen Zeitpunkt, da viele kleine Unternehmen noch darum kämpfen, sich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und der Verschärfung der Kreditbedingungen zu erholen.

Die Entscheidung hat eine Welle von Kritiken seitens demokratischer Gesetzgeber, Befürwortern von kleinen Unternehmen und migrantischen Gemeinschaften ausgelöst, die die Maßnahme als ungerecht, ausgrenzend und schädlich für die nationale Wirtschaft betrachten.

Eine Regel, die tausende von Geschäften die Tür schließt

Die Ankündigung wurde durch ein offizielles Memo der SBA bekannt gegeben, das die neue Haltung der Agentur klargestellt hat: nur Unternehmen, die zu 100 % im Besitz von US-Bürgern sind, können auf ihre Kreditprogramme zugreifen.

„Die SBA von Trump hat sich verpflichtet, das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen für die amerikanischen Bürger zu fördern; deshalb wird die Agentur ab dem 1. März keine Kredite mehr für kleine Unternehmen, die im Besitz von Ausländern sind, garantieren“, bemerkte Maggie Clemmons, die Sprecherin der Einrichtung.

Die Kredite der SBA, insbesondere die des beliebten Programms 7(a), sind eine finanzielle Lebensader für Tausende von kleinen Unternehmern gewesen, die über die herkömmliche Bankenfinanzierung nicht qualifiziert waren.

Diese Kredite, die über private Kreditgeber verteilt, aber durch die Regierung unterstützt werden, bieten attraktive Konditionen: niedrigere Zinssätze, längere Laufzeiten und flexible Zulassungsvoraussetzungen.

Rückschritt für die wirtschaftliche Inklusion

Bis jetzt

Im vergangenen Dezember hatte die SBA bereits die Kriterien verschärft und den Anteil ausländischer Eigentümer in den antragstellenden Unternehmen auf maximal 5% begrenzt.

Pero die neue Regelung geht noch weiter und schließt sogar rechtmäßige Dauerresidenten aus, unabhängig davon, wie viele Jahre sie im Land leben oder welche steuerlichen oder geschäftlichen Hintergründe sie haben.

Die Maßnahme, die Teil einer Reihe von restriktiven Reformen innerhalb der SBA während der Amtszeit von Trump ist, wurde von vielen als ein direkter Angriff auf die einwanderischen Unternehmer angesehen.

„Die aktuellste Entscheidung der SBA erkennt nicht an, dass Einwanderer doppelt so häufig ein Unternehmen gründen wie in den USA geborene Staatsbürger“, warnte John Arensmeyer, Geschäftsführer von Small Business Majority.

„Angesichts dieser Realität werden die strengen Einschränkungen der SBA in den kommenden Jahren negative Auswirkungen auf die Gründung von kleinen Unternehmen im ganzen Land haben“, fügte er hinzu.

Politische Reaktionen: „Eine Entscheidung, die aus Hass motiviert ist“

Die Reaktionen im Kongress ließen nicht auf sich warten. Der Senator Edward J. Markey und die Abgeordnete Nydia Velázquez, beide Demokraten und wichtige Mitglieder in den Ausschüssen für kleine Unternehmen, verurteilten die Entscheidung öffentlich.

„Anstatt legale Einwanderer zu unterstützen, die hart arbeiten, um ein Unternehmen zu gründen oder zu erweitern, entscheidet sich die SBA von Trump für den Hass“, erklärten sie in einer gemeinsamen Mitteilung.

Markey wies außerdem darauf hin, dass er seit September direkte Beschwerden von Kreditgebern über die zunehmende Striktheit der Anforderungen erhalten hatte.

Im Dezember schickten die demokratischen Senatoren einen offiziellen Brief an die SBA, in dem sie ihre Besorgnis über den Rückgang des genehmigten Kreditvolumens zum Ausdruck brachten, ohne eine Antwort zu erhalten.

Wirtschaftliche und soziale Konsequenzen

„Die Entscheidung wird das Wachstum der kleinen Unternehmen und die Beschäftigung in den gesamten Vereinigten Staaten einschränken“, warnte Small Business Majority. „Es handelt sich nicht nur um eine bürokratische Veränderung, sondern um einen direkten Schlag gegen eine bewährte Quelle für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung.“

Die offizielle Position der SBA unter Trump ist klar.

Laut ihrem Sprecher stellt die Agentur in allen Programmen sicher, dass jeder Dollar, der von den Steuerzahlern dieser Agentur anvertraut wird, dazu verwendet wird, die Arbeitsplätze schaffenden und innovativen Kräfte in den Vereinigten Staaten zu unterstützen.

Dennoch verbirgt diese Rechtfertigung für viele Verfechter der Gleichheit eine ausschließliche Vorstellung davon, wer Unterstützung auf Bundesebene verdient, und lässt diejenigen außen vor, die, obwohl sie keine Bürger sind, über Jahre hinweg mit ihrer Arbeit, ihren Steuern und der Schaffung von Arbeitsplätzen zum Land beigetragen haben.

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