Kubaner versammeln sich vor der Botschaft von Nicaragua nach dem Ende der Visafreiheit



Cola in der Umgebung der Botschaft von Nicaragua in HavannaFoto © Facebook Mario J. Pentón (Bildaufnahme)

Zehntausende Kubaner versammelten sich an diesem Montag vor der Botschaft von Nicaragua in Havanna, um Informationen zu suchen, nachdem die Regierung dieses Landes die Aufhebung des visumfreien Zutritts für kubanische Staatsbürger angekündigt hatte.

In sozialen Medien kursieren mehrere Videos, die lange Schlangen und sichtbar verwirrte Personen am Eingang der diplomatischen Vertretung zeigen, die versuchen herauszufinden, was mit ihren Reiseplänen geschehen wird.

Die Sorge ist größer unter jenen, die bereits Tickets nach Managua, einem der Hauptabreiseorte der Kubaner, die versuchen auszuwandern, gekauft haben. Viele fürchten, das investierte Geld zu verlieren oder in einem bürokratischen Limbo festzusitzen.

Die Maßnahme wurde an diesem Sonntag durch eine offizielle Mitteilung des Innenministeriums von Nicaragua bestätigt. In dem Text wird mitgeteilt, dass die Bürger Kubas, die einen regulären Reisepass besitzen, wieder zu den Nationalitäten gehören, die ein konsultatives Visum benötigen, um in das mittelamerikanische Land einzureisen.

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Die Anträge müssen online über die institutionelle E-Mail solicitudes@mint.gob.ni gestellt werden und können „von überall auf der Welt“ bearbeitet werden, sofern die von der nicaraguanischen Gesetzgebung festgelegten Anforderungen erfüllt sind.

Das Ministerium stellte klar, dass die für kubanische Staatsbürger beantragten Visa kostenfrei sind. Der Visumantrag ist kostenlos, aber in der Mitteilung wurde nicht definiert, wie lange der Evaluierungs- und Genehmigungsprozess für die Visa dauert.

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Das Visumfreiheit wurde 2021 mit dem Argument genehmigt, den Tourismus und die sogenannte „humanitäre Familienbeziehung“ zwischen Kuba und Nicaragua zu fördern, fiel jedoch mit einem erheblichen Anstieg der irregularen Migration von der Insel in die Vereinigten Staaten zusammen, wobei Managua als Ausgangspunkt der Migrationsrouten diente.

In den letzten Jahren hat Washington die Regierung von Daniel Ortega und Rosario Murillo beschuldigt, den Transit von Migranten zu erleichtern.

Die Wiederherstellung des Visums erfolgt in einem Kontext wachsender internationaler Druck auf Managua und inmitten der Verschärfung der Politik des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber dem kubanischen Regime.

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