„Meine aktiven Mädchen seit früh morgens“: Kubanische Mutter in den USA zeigt, wie sie ihre Familie in Kuba rund um die Uhr verfolgt



Cubana in den Vereinigten StaatenFoto © TikTok / @yadenismedina

Die TikTok-Nutzerin @yadenismedina hat das Herz vieler Kubaner berührt, indem sie zeigt, wie sie von den Vereinigten Staaten aus mit ihrer Familie in Kuba verbunden bleibt. Durch Kameras, die in ihrem Wohnsitz auf der Insel installiert sind, kann sie in Echtzeit sehen, was passiert, und jederzeit mit ihren Angehörigen sprechen.

In einem der neuesten Videos schrieb sie: „Meine Mädchen aktiv von früh am Morgen“, während man zwei kleine Mädchen beobachtet, die im Eingangsbereich des Hauses spielen. Die Szene ist alltäglich: das Tor, das Kommen und Gehen am Eingang, die Mädchen, die mit dieser unerschöpflichen Energie der Kindheit ein- und ausgehen. Doch hinter diesem häuslichen Bild verbirgt sich eine Realität, die viele Kubaner nur zu gut kennen: die Trennung.

Es ist nicht das erste Mal, dass er solche Momente teilt. In einem früheren Beitrag zeigte er, wie er sich abends verbindet, um seine Familie zu sehen, bevor sie schlafen gehen. Eine einfache Geste, fast automatisch in jedem Zuhause, aber die eine andere Bedeutung gewinnt, wenn sie tausende von Kilometern entfernt stattfindet.

Die Schöpferin hat erklärt, dass die Kameras ihr nicht nur Sicherheit bieten, sondern auch dabei helfen, den Alltag zu begleiten. Es geht nicht nur darum, zu beobachten, sondern sich auch präsent zu fühlen. So verliert man den Zusammenhang dessen, was zu Hause passiert, nicht, auch wenn das Leben sie ins Ausland geführt hat.

In den Kommentaren ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Viele Emigranten gestanden, dass sie das Gleiche tun, um ihre Kinder, Eltern oder Neffen jeden Tag zu sehen. Andere fragten, wie das System trotz der häufigen Stromausfälle in Kuba funktioniert, und eine Nutzerin erklärte, dass sie in ihrem Fall Internet zu Hause und Solarkameras verwenden, die auch dann weiter funktionieren, wenn der Stromausfall eintritt.

Unter den Nachrichten wiederholte sich eine Idee: Es tut weh, aber es hilft. Denn durch eine Kamera zu schauen ersetzt nicht die Umarmung oder die physische Nähe, aber es erlaubt, die kleinen Details nicht zu verpassen – wer zuerst zum Portal gegangen ist, wer mit Blick nach oben gegrüßt hat, wer den Tag früher begonnen hat – die die Verbindung lebendig halten.

Jenseits der Technologie spiegeln ihre Videos eine Realität wider, die von Tausenden cubanischen Familien geteilt wird. Wenn die Entfernung sich aufdrängt, wird jede Möglichkeit, Nähe herzustellen, zu einer Brücke. Und manchmal ist diese Brücke einfach eine Kamera, die auf die Haustür gerichtet ist.

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Izabela Pecherska

Redakteurin bei CiberCuba. Absolventin des Journalismusstudiums an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid, Spanien. Redakteurin bei El Mundo und PlayGround.