Kubanischer Bischof wird in Rom krank, nachdem er sich mit dem Papst getroffen hat: Die Kirche auf der Insel bittet um Gebete für seine Genesung



Monseñor Silvano Pedroso MontalvoFoto © Facebook/Zona Misionera La Milagrosa-El Salvador

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Der kubanische Bischof, der vor wenigen Tagen inmitten der schlimmsten Energiekrise, die die Insel erlebt, mit Papst Leo XIV. zusammentraf, sieht sich heute in Rom mit einem Gesundheitsproblem konfrontiert.

Die Konferenz der katholischen Bischöfe von Kuba gab am 23. Februar bekannt, dass Monsignore Silvano Pedroso Montalvo, Bischof von Guantánamo-Baracoa, an einer „schweren Gastritis“ leidet, während er sich in der italienischen Hauptstadt befindet. In den nächsten Tagen wird er diagnostischen Tests unterzogen, um die weiterführende Behandlung festzulegen.

Captura von Facebook/Diócesis de Santa Clara

Das Sekretariat des Episkopats forderte die Gläubigen auf, sich im Gebet für seine Genesung und für die Diözese, die er im äußersten Osten des Landes leitet, zu vereinen. „Unser guter Vater wache in diesem Moment der physischen Fragilität über seinen Hirten“, äußerten sie und vertrauten zudem seine Gesundheit der Fürsprache von Maria, der Heiligen, Gesundheit der Kranken, an. Cáritas Kuba schloss sich ebenfalls dem Aufruf an und betonte die geistliche Gemeinschaft mit dem Bischof.

Die Nachricht kommt in einem von Symbolik aufgeladenen Kontext. Monseñor Silvano war der einzige kubanische Bischof, der es geschafft hat, nach Rom zu reisen für den ad limina Besuch, inmitten von Stromausfällen und einem Mangel an Treibstoff, der den Rest der Bischofskonferenz zwang, die Reise abzusagen, um bei ihren Gemeinschaften zu bleiben.

Am 20. Februar hatte er eine Audienz beim Papst Leo XIV und nahm an Treffen mit mehreren Dikasterien der Kurie teil. Sein Aufenthalt im Vatikan fiel in eine Zeit, in der die wirtschaftliche und energetische Krise in Kuba jede internationale Reise zu einer Odyssee macht. Seine Anreise war bereits sichergestellt, bevor die Reisen ausgesetzt wurden, was ihm ermöglichte, die geplante Agenda einzuhalten.

Während seines Aufenthalts in Rom traf er auch auf den US-Diplomaten Mike Hammer, in einem Moment politischer Spannungen und diplomatischer Bewegungen, die Kuba erneut ins internationale Rampenlicht gerückt haben. Doch jetzt verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf die menschliche Ebene.

Von Guantánamo bis Baracoa, in Gemeinschaften, die von Armut, Stromausfällen und ständiger Auswanderung geprägt sind, hat die Kirche eingeladen, diese Tage als eine Zeit der Einheit und des Gebets zu leben. Für viele Gläubige ist die Krankheit des Bischofs nicht nur ein medizinischer Bericht, sondern eine weitere Prüfung inmitten einer komplexen Zeit für die Nation.

Die geistige Solidarität wird somit zur Brücke zwischen Rom und dem kubanischen Osten, während die Katholiken der Insel und der Diaspora ihre Gebete für die schnelle Genesung von Monsignore Silvano erheben.

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