Offizieller Journalist greift die Presse wegen ihrer Berichterstattung über den Konflikt im Iran an



Israels Flugzeuge während einer Militärübung (Referenzbild)Foto © X/@FDIonline

Verwandte Videos:

Enmitten der militärischen Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran veröffentlichte der regierungstreue Journalist Jorge Enrique Jerez Belisario im Granma einen Artikel mit dem Titel "Fabrik der Monster: wenn die Tinte das Pulver vorbereitet", in dem er die großen westlichen Medien beschuldigt, Teil einer "Medienoperation" zu sein, um die militärische Offensive gegen Teheran zu rechtfertigen.

Im Text argumentiert der Autor, dass die internationale Berichterstattung den Iran als existenzielle Bedrohung darstellt, während sie amerikanische und israelische Bombardements unter Begriffen wie „militärische Ziele“ oder „taktische Angriffe“ minimiert oder rechtfertigt.

Laut Jerez gibt es eine „wahrnehmungsbedingte Verzerrung“ in der westlichen Medienberichterstattung, die den Aggressor als rationalen Akteur darstellt und das Land, das antwortet, als eine „irrationales Tier“. Er kritisiert auch die Verwendung von Bezeichnungen wie „terroristisches Regime“ oder „Proxys“, um den Iran und seine regionalen Verbündeten zu entmenschlichen.

Verteidigung des strategischen Verbündeten

Der Artikel verteidigt die Legitimität der iranischen Regierung und behauptet, dass die internen Proteste in diesem Land durch externe Interessen verstärkt wurden. Außerdem vergleicht er die aktuelle Situation mit der Vorgeschichte der Invasion im Irak im Jahr 2003, als —so das Argument— die westliche Presse den Konsens für den Krieg durch irreführende Informationen über Massenvernichtungswaffen erleichtert hätte.

„Es wird ein Monster in der Fiktion erschaffen, um dann die Lösung durch die Tatsachen zu verkaufen“, schreibt der Journalist, der die internationale Berichterstattung als Teil einer Strategie der „psychologischen Kriegsführung“ einordnet.

Kuba und der externe Konflikt

Der Ausdruck erfolgt in einem Moment, in dem Kuba eine der tiefsten Wirtschaftskrisen seiner jüngeren Geschichte durchlebt, gekennzeichnet durch langanhaltende Stromausfälle, Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten, Inflation und massive Migration.

Während die kubanische Regierung eine Position einnimmt, die sich mit dem Iran identifiziert, und die Militäraktionen der Vereinigten Staaten kritisiert, hinterfragen kritische Sektoren, dass die offizielle Narrative viel Raum für externe Konflikte einräumt, während sich die innere Situation weiterhin verschlechtert.

Der Text von Granma reiht sich in die traditionelle Linie der kubanischen Staatsmedien ein, die in der Regel Regierungen unterstützt, die als strategische Verbündete gelten, und das, was sie als "westliche Medienhegemonie" definiert, anprangert.

Archiviert unter:

CiberCuba-Redaktionsteam

Ein Team von Journalisten, das sich verpflichtet fühlt, über kubanische aktuelle Themen und globale Interessen zu berichten. Bei CiberCuba arbeiten wir daran, wahrheitsgemäße Nachrichten und kritische Analysen zu liefern.