In der Nacht zu diesem Samstag brach ein starkes Feuer in der zentralen Straße Enramadas aus, einer der belebtesten Einkaufsstraßen in Santiago de Cuba, und verursachte erhebliche Sachschäden an mehreren Wohnhäusern und einem privaten Geschäft.
Der Unfall ereignete sich gegen 12:30 Uhr in dem Abschnitt zwischen den Straßen San Agustín und Reloj, direkt hinter dem Gebäude der Zentralpost in Santiago de Cuba.
Laut ersten Informationen, die vom unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada gesammelt wurden, begannen mehrere Wohnhäuser und private Geschäfte im Herzen des Handels von Santiago de Cuba zu brennen.

Das Feuer sorgte für große Alarmbereitschaft unter den Anwohnern und Personen, die in der Umgebung leben oder arbeiten, die in den frühen Morgenstunden das Voranschreiten der Flammen miterlebten.
Mayeta Labrada präzisierte auf Facebook , dass mehrere Einheiten der Feuerwehr schnell zum Einsatzort kamen, um das Feuer zu bekämpfen. Nach intensiven Kontrollarbeiten wurde das Feuer schließlich Stunden später gelöscht.
In einem Beitrag später bestätigte er, dass das Unglück unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden war.
Details der betroffenen Wohnungen
Der Retter und Aktivist Aris Arias Batalla erläuterte ebenfalls, dass das Feuer direkt mehrere Wohnungen betroffen hat, die sich in den Hausnummern 521, 523, 523A und 525 in der Calle Enramadas befinden.
Laut einer Erklärung auf Facebook soll das Feuer in der Wohnung Nummer 523 entstanden sein, wo eine Pizzeria betrieben wurde.
Die materiellen Schäden verteilten sich wie folgt: Das Haus Nummer 521 erlitt teilweise Schäden; die 523, wo sich die Pizzeria befand, wurde vollständig verwüstet; die 523A wurde ebenfalls komplett zerstört; und das Haus 524 innen wies teilweise Schäden auf.
Arias führte aus, dass die Bedingungen in den frühen Morgenstunden, insbesondere der Wind, dazu beigetragen haben, dass sich die Flammen schnell ausbreiteten. Dennoch versicherte er, dass das sofortige Eingreifen der Feuerwehr größere Schäden verhinderte.
In seinen Worten: "Die Schnelligkeit der Feuerwehrkräfte des Kommandos 1 (Martí) und der Rettungstechniker des Kommandos 4 (Vista Alegre) verhinderte, dass der Brand die benachbarten Wohnhäuser beschädigte."
Es wurden keine verletzten Personen oder Todesfälle gemeldet.
Vor Ort erschienen Regierungsbeamte und hochrangige Offiziere des Innenministeriums, während Fachleute mit den Untersuchungen begannen, um die Ursachen des Feuers zu ermitteln.
Eine Tragödie, die sich inmitten der Krise verschärft
Diese Art von Vorfällen tritt in einem besonders schwierigen Kontext für viele kubanische Familien auf. In den letzten Jahren hat das Risiko von Wohnungsbränden im Land zugenommen, da die Energiekrise die Bürger zwingt, nach prekären Alternativen zum Beleuchten oder Kochen zu suchen.
Die langanhaltenden Stromausfälle veranlassen viele Menschen, auf Kerzen, improvisierte Lampen oder selbstgemachte Brennstoffe zurückzugreifen, um nachts etwas Licht in ihren Wohnungen zu haben.
Ebenso zwingt die Knappheit an Gas und die Stromausfälle zahlreiche Familien dazu, Lebensmittel mit Kohle, Holz oder anderen primitiven Mitteln zuzubereiten, Praktiken, die das Risiko von Unfällen und Zwischenfällen erhöhen.
Wenn Brände wie der in der Calle Enramadas passieren, können die Folgen verheerend sein.
Mitten in der wirtschaftlichen Krise, die das Land durchlebt, bedeutet der Verlust eines Hauses oder eines kleinen Unternehmens für viele Familien, dass sie ohne ihr Eigentum, ohne ihre Einkommensquelle und praktisch ohne Möglichkeiten dastehen, das Verlorene zurückzugewinnen.
Die fehlenden Ressourcen und effektiven staatlichen Unterstützungsmechanismen lassen die Betroffenen in einer extrem verletzlichen Situation zurück.
Während die Ermittlungen zur Klärung des Ursprungs des Brandes fortgesetzt werden, sehen sich die Anwohner dieses zentralen Gebiets von Santiago de Cuba nun mit den Auswirkungen eines Unglücks konfrontiert, das Häuser und Geschäfte in einem der belebtesten Punkte der Stadt verwüstet hat.
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