Der Rechtsmittel sucht die sofortige Freilassung von Luis Manuel Otero Alcántara

Luis Manuel Otero AlcántaraFoto © Facebook / Luis Manuel Otero Alcántara

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Ein Habeas-Corpus-Antrag wurde diese Woche beim Provinzgericht Artemisa eingereicht, um die Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung des Künstlers und politischen Gefangenen Luis Manuel Otero Alcántara anzufechten.

Die Anfrage wurde von der Organisation Cubalex verfasst, die behauptet, dass der Künstler bereits die gesamte Strafe von fünf Jahren Freiheitseinbuße, die ihm auferlegt wurde, verbüßt hätte, weshalb sein Verbleib im Gefängnis als illegale Haft angesehen werden könnte.

Das Rechtsmittel stützt sich auf Artikel 96 der Verfassung der Republik Kuba, der das Recht jeder Person, die illegal ihrer Freiheit beraubt wurde, anerkennt, einen Habeas Corpus direkt oder über eine dritte Person bei einem zuständigen Gericht zu beantragen.

Es wird auch Artikel 787 des Gesetzes Nr. 143 über das Strafverfahren angeführt, der festlegt, dass jede Person, die außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fälle oder ohne die im Gesetz festgelegten Garantien festgehalten wird, im Rahmen dieses gerichtlichen Verfahrens freizulassen ist.

Das Schreiben erinnert daran, dass das Volksgericht von Centro Habana am 24. Juni 2022 das Urteil Nr. 42 von 2022 gegen Otero Alcántara verkündet hat, der wegen der Straftaten der Missachtung der Symbole der Heimat, der Missachtung des Gerichts und der Störung der öffentlichen Ordnung verurteilt wurde.

Die individuellen Sanktionen wurden zu einer gemeinsamen Strafe von fünf Jahren Freiheitsentzug zusammengefasst.

Laut der Berechnung von Cubalex befindet sich der Künstler seit dem 11. Juli 2021 in Untersuchungshaft, eine Zeit, die als Teil der Strafverbüßung angerechnet werden muss.

Das Rechtsmittel erwähnt auch das Dekret-Gesetz 74, die Verordnung zum Vollzugsrecht, das erlaubt, bis zu 60 Tage pro vollendetes Jahr der Strafe bei guter Führung zu erlassen.

Laut den in der Anfrage vorgelegten Berechnungen würden bis Februar 2026 insgesamt vier Jahre und sieben Monate verstrichen sein, zu denen etwa acht Monate an angesammelter Strafminderung aufgrund des Verhaltens hinzukommen würden.

Die Gesamtdauer würde die fünf Jahre an Strafe, die vom Gericht verhängt wurden, übersteigen, weshalb die Verteidigung argumentiert, dass die Strafe bereits erloschen sei.

Aufgrund dieser Argumente fordert Cubalex das Gericht auf, die Rechtmäßigkeit der aktuellen Freiheitsentziehung zu überprüfen und die sofortige Freilassung von Otero Alcántara anzuordnen.

Die Organisation gab bekannt, dass sie den Verlauf des Verfahrens und die Antwort der Justizbehörden verfolgen wird.

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