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Das Alltagsleben in Kuba reorganisiert sich zunehmend um eine grundlegende Priorität: Nahrung, Wasser und Brennstoff zu besorgen, inmitten der wirtschaftlichen und energetischen Krise, die das Land durchlebt.
Ein Bericht des Food Monitor Program (FMP) warnt, dass die Rückkehr zu Maßnahmen, die mit der sogenannten „Null-Option“ verbunden sind, direkt die Dynamik der kubanischen Haushalte beeinflusst, die gezwungen sind, ihre Routine anzupassen, um mit der Knappheit und den Stromausfällen umzugehen.
Laut dem Bericht reorganisiert sich die Haushaltsökonomie, um jede Gelegenheit zu nutzen, um zu kochen, Lebensmittel zu konservieren oder Wasser zu lagern, wenn Elektrizität oder Brennstoff verfügbar sind.
Die Studie weist darauf hin, dass diese Situation nicht neu ist und dass die Bürger seit mindestens vier Jahren einer starken physischen und psychischen Ermüdung ausgesetzt sind, die mit der ständigen Notwendigkeit verbunden ist, zu „lösen“, wie sie an Nahrungsmittel gelangen können.
Die Verwundbarkeit des kubanischen Lebensmittelsystems ist auch auf strukturelle Faktoren zurückzuführen.
Mehr als 80 Prozent der Lebensmittel, die auf der Insel konsumiert werden, sind von Importen abhängig, während die nationale Produktion von Grundnahrungsmitteln wie Reis weniger als 11 Prozent der jährlichen Nachfrage deckt.
Der Bericht warnt, dass die Verfügbarkeit von Lebensmitteln in hohem Maße von den Überweisungen der Familien, von politischen Vereinbarungen des Staates zur Beschaffung von Treibstoff und von einer internen Logistik abhängt, die innerhalb der aktuellen multikriteriellen Krise ernsthafte Einschränkungen hat.
Zusätzlich kommt der Einfluss der Inflation hinzu. Während offizielle Zahlen den Verbrauchspreisindex zum Ende des Jahres 2025 bei 14,07 Prozent ansetzten, schätzen Wirtschaftswissenschaftler wie Pavel Vidal, dass die tatsächliche Inflation bei rund 70 Prozent liegen könnte, wobei Lebensmittel den größten Anteil haben.
Parallel dazu priorisiert das Regime die Zuweisung von Ressourcen in strategische Sektoren wie den Tourismus, während ein großer Teil der alltäglichen Versorgung auf private Netzwerke und die Fähigkeit der Bürger, informelle Lösungen zu finden, angewiesen ist.
FMP warnt, dass die Kombination aus Importabhängigkeit, Inflation, logistischem Zusammenbruch und politischen Entscheidungen eine Architektur der Ernährungsunsicherheit schafft, die das tägliche Leben auf der Insel zunehmend beeinflusst.
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