Der Hahn von Morón krähte und der Kommunismus begann zu wanken

Der Hahn von Morón hat gekrähtFoto © CiberCuba

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Irgendwo in der Karibik gab es eine Farm, auf der seit vielen Jahren die Schweine das Sagen hatten.

Die Schweine waren Experten darin, viel zu reden und besser zu essen. Sie wiederholten ständig dasselbe: dass die Farm einwandfrei lief, dass die Tiere glücklich lebten und dass jede protestierende Henne verwirrt oder von Tieren aus anderen Ländern manipuliert war.

In der Zwischenzeit wurde der Mais knapp, die Tränke wurde leer, und die Tiere hatten immer mehr Schwierigkeiten.

So war es jahrelang… bis eines Nachts etwas sich änderte.

Über einen alten Zaun, mitten in der Dunkelheit des Bauernhofs, stand der berühmte Gallo de Morón.

Es war kein gewöhnlicher Hahn. Es war ein Hahn, der die Farm schon eine Weile misstrauisch beobachtete: zu viele Reden der Schweine und viel zu wenig Mais im Stall.

Der Hahn atmete tief ein... und krähte.

Aber es war nicht das typische Morgenlied.

Fue ein quiquiriquí distinto.

Ein Quiriquí, der nach Erschöpfung, Hunger, Überdruss klang… und auch nach Freiheit.

Zuerst antworteten die Hühner. Danach wieherten die Pferde. Die Ziegen fingen an zu hüpfen, die Esel zu schnauben, und sogar die Hunde aus der Nachbarschaft mischten sich in den Lärm ein.

Die Schweine, nervös im großen Haus der Farm, sagten, dass das nichts war. Dass alles ruhig sei. Dass es nur ein kleines Aufsehen war, verursacht von verwirrten Tieren.

Aber die Schweine vergaßen ein wichtiges Detail.

Die Gänse singen laut.

Y der Gesang des Gallo de Morón überquerte Zäune, Wege und Weiden. Er erreichte andere Höfe, wo ebenfalls fette Schweine gehalten wurden, die sagten, dass alles in Ordnung sei, während die Ställe leer blieben.

Und in vielen dieser Farmen begann das gleiche Murmeln zu erklingen:

„Wenn der Hahn in Morón gekräht hat... kann er hier auch singen.“

Die Tiere sagen, dass sich seit jener Morgendämmerung etwas auf vielen Höfen der Region geändert hat.

Denn wenn ein Hahn wirklich singt…

Jetzt schläft kein Schwein mehr ruhig.

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Luis Manuel Mazorra

(Havanna, 1988) Direktor und Mitbegründer von CiberCuba.