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Die Regierung von Costa Rica kündigte die Schließung ihrer Botschaft in Havanna an und forderte das kubanische Regime auf, sein diplomatisches Personal aus San José abzuziehen, in einer Entscheidung, die eine klare politische Stellungnahme zur Situation auf der Insel markiert.
Laut Central Noticias CR in der Social-Media-Plattform X haben Präsident Rodrigo Chaves und Außenminister Arnoldo André die Maßnahme bestätigt, die — wie sie erklärten — als Reaktion auf die anhaltende Verschlechterung der Menschenrechte in Kuba zu verstehen ist, die sich in den letzten Monaten durch Repression, Stromausfälle und eine allgemeine Knappheit verschärft hat.
„Die Maßnahme spiegelt die tiefgreifende Besorgnis des Landes über die anhaltende Verschlechterung der Menschenrechtssituation auf der Insel wider“, erklärte André, der zudem einen Anstieg der Verfolgung von Aktivisten, Oppositionellen und kritischen Bürgern gegenüber der Regierung anprangerte, während CR Hoy berichtete.
Der Außenminister fügte hinzu, dass die Einschränkungen grundlegender Freiheiten wie der Meinungsäußerung, der Vereinigung und der friedlichen Versammlung zugenommen haben, während sich die Lebensbedingungen weiterhin verschlechtern, mit Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und grundlegenden Dienstleistungen.
De facto diplomatische Bruch
Als Teil der Entscheidung forderte Costa Rica Havanna auf, ebenso zu handeln und sein diplomatisches Personal abzuziehen, sodass nur minimale konsularische Funktionen verbleiben.
Tatsächlich hatte die costa-ricanische Botschaft in Kuba seit dem 5. Februar kein diplomatisches Personal mehr, was es laut der Regierung "praktisch unmöglich" machte, normale Operationen auf der Insel aufrechtzuerhalten.
Darüber hinaus kündigte Präsident Chaves an, dass sein Land keine direkte konsularische Vertretung auf kubanischem Boden unterhalten wird und dass die Betreuung seiner Bürger von Panama aus erfolgen wird.
Die Entscheidung wurde mit der gewählten Präsidentin, Laura Fernández Delgado, besprochen, die die Maßnahme unterstützte.
Politische Botschaft an das kubanische Regime
Die costa-ricanische Regierung versicherte, dass die Schließung ein klares Signal über die Notwendigkeit sendet, die grundlegenden Rechte zu respektieren, und drückte gleichzeitig ihre Solidarität mit dem kubanischen Volk aus.
Chaves war direkter, als er das politische System der Insel in Frage stellte und behauptete, das kubanische Modell habe „versagt“ und sei historisch gesehen auf externe Unterstützung angewiesen gewesen, um sich zu halten.
Der Regierungschef erkannte an, dass die Entscheidung Kritik hervorrufen wird, verteidigte sie jedoch als eine notwendige Reaktion auf das, was er als ein „unacceptable Extrem“ in der Situation des Landes bezeichnete.
Mehr internationalen Druck
Die Maßnahme von Costa Rica erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden internationalen Drucks auf Havanna, inmitten einer tiefen Wirtschaftskrise, die die Lebensbedingungen der Bevölkerung weiter verschlechtert hat.
Lange Stromausfälle, Mangel an Treibstoff und Nahrungsmittelknappheit haben die letzten Monate auf der Insel geprägt, während die Beschwerden über Repressionen gegen diejenigen zunehmen, die protestieren oder ihre Unzufriedenheit äußern.
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