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Der Öltanker Sea Horse, unter Hongkonger Flagge, nähert sich der Karibik inmitten wachsender geopolitischer Spannungen und einer tiefen Energiekrise in Kuba.
Obwohl das erklärte Ziel weiterhin Gibraltar ist, deuten maritime Verfolgungsdaten und unabhängige Analysen darauf hin, dass die Insel möglicherweise das tatsächliche Ziel sein könnte, was einen neuen Versuch Moskaus darstellen würde, das kubanische Regime angesichts der von Washington auferlegten Beschränkungen zu unterstützen.
Der Nutzer Joankelin Sánchez hat auf X veröffentlicht, dass sich der Tanker mit der Hongkonger Flagge kürzlich an einem bestimmten Ort befindet und offenbar russisches Rohöl transportiert.
Das Öltanker, identifiziert mit der IMO-Nummer 9262584, befand sich im Süden des Sargassomeeres und fuhr in Richtung Karibik.
Ihr Navigationsverhalten hat Verd suspicious raised, da es erratische Kursänderungen und mögliche Manipulationen bei ihren Ortungssignalen aufweist, Praktiken, die mit der sogenannten „Geisterflotte“ aus Russland in Verbindung gebracht werden.
Das Sea Horse würde etwa 200.000 Barrel russisches Diesel (rund 27.000 Tonnen) transportieren, die Ende Januar durch eine Übertragungsoperation von Schiff zu Schiff vor der Küste Zyperns geladen wurden.
Solche Manöver werden häufig eingesetzt, um internationalen Kontrollen und Sanktionen zu entkommen.
Seine mögliche Ankunft in Kuba würde parallel zu einer weiteren wichtigen Lieferung: dem russischen Öl tanker Anatoly Kolodkin erfolgen, der sich bereits mit etwa 730.000 Barrel Rohöl auf dem Weg zur Terminal in Matanzas befindet.
Beide Lieferungen würden die erste signifikante Brennstoffversorgung für die Insel seit mehr als zwei Monaten darstellen.
Die Operation findet in einem Kontext statt, der von der Verschärfung der Energiepolitik der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba geprägt ist. Seit Ende Januar hat die Verwaltung des Präsidenten Donald Trump ein verstärktes Ölembargo umgesetzt, begleitet von Überwachung und navaleren Interventionen, mit dem Ziel, den Treibstofffluss zum Regime zu unterbrechen.
In der Zwischenzeit verschärft sich die Energiekrise auf der Insel weiter. Kuba erhält seit Anfang Januar kein Öl mehr, nachdem die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko eingestellt wurden.
Die Stromausfälle haben sich vermehrt, was den Zusammenbruch eines elektrischen Systems offenbart, das nicht in der Lage ist, die nationale Nachfrage zu decken.
Diese russischen Lieferungen könnten vorübergehende Erleichterung bieten, doch die Experten sind sich einig, dass sie die zugrunde liegenden strukturellen Probleme nicht lösen werden. Vielmehr spiegeln sie eine Eskalation im geopolitischen Wettbewerb um Einfluss auf der Insel wider, wobei das Sea Horse eine Schlüsselrolle auf diesem Schachbrett spielt.
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