Vente Venezuela, die Oppositionspartei, die von María Corina Machado gegründet wurde, hat an diesem Samstag ihre nationale Zentrale bekannt als "El Bejucal", gelegen im Stadtteil Altamira in Caracas wiedereröffnet, nachdem sie über ein Jahr aufgrund der politischen Verfolgung des chavistischen Regimes geschlossen war.
Der Akt begann um 10:00 Uhr lokaler Zeit und wurde von Henry Alviarez, dem nationalen Organisationskoordinator der Partei, geleitet, der am 8. Februar 2026 nach fast zwei Jahren Gefängnis im El Helicoide freigelassen wurde.
Unter den Anwesenden waren Slogans wie "Venezuela will eine Demokratie! Es lebe ein freies Venezuela!" zu hören, in einer feierlichen Atmosphäre, die die Anwesenden als historisch beschrieben.
Der Journalist Orlando Avendaño dokumentierte den Moment aus Caracas: "So sieht die Zentrale von Vente Venezuela in Caracas, der Partei von María Corina Machado aus, nachdem sie fast zwei Jahre lang aufgrund politischer Verfolgung geschlossen war."
Die Zentrale "El Bejucal" war im August 2024 von bewaffneten und vermummten Männern angegriffen worden, die die Wachen überwältigten, Equipment und Dokumente stahlen und vandalistische Schäden verursachten, im Rahmen der Repression, die das Regime von Maduro nach den Präsidentschaftswahlen im Juli desselben Jahres entfesselt hatte.
Alviarez, der die Wiedereröffnung leitete, war am 20. März 2024 zusammen mit der ehemaligen Abgeordneten Dignora Hernández von Sebin-Truppen festgenommen worden, wegen des Vorwurfs, mit gewalttätigen Plänen im Zusammenhang mit diesen Wahlen in Verbindung zu stehen.
Er blieb fast zwei Jahre im El Helicoide in Haft, bevor er mit Auflagen freigelassen wurde.
Im März 2026 berichtete Alviarez, dass ihm der Vorteil der Ende Februar verkündeten Amnestie verweigert wurde, und bezeichnete die Situation als "vorhersehbar".
Trotzdem zeigte sich der Regierungsvertreter optimistisch über die Zukunft des Landes: "Ich habe keinen Zweifel, dass María Corina wieder in Venezuela sein wird", erklärte er in einem Interview mit NTN24.
Die Wiedereröffnung des Standorts erfolgt im Rahmen der venezolanischen politischen Übergangs, der nach der Festnahme von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 eingeleitet wurde, im Rahmen der sogenannten "Operation Absolute Resolution", die von Spezialkräften der US-Armee mit Unterstützung der CIA durchgeführt wurde.
Seitdem übernahm Delcy Rodríguez das Amt der Interimspräsidentin, während die von Machado angeführte Opposition und der gewählte Präsident Edmundo González Urrutia vollständige demokratische Übergänge fordern. Machado, der Venezuela im Dezember 2025 verlassen hat, erklärte am 12. März von Santiago de Chile aus: "Wir haben sie bereits besiegt, was uns bleibt, ist, sie zu vertreiben."
Der internationale Kontext begleitet ebenfalls den Prozess: Am 14. März wurde die Wiedereröffnung der Botschaft der Vereinigten Staaten in Caracas nach sieben Jahren diplomatischer Unterbrechung formalisiert, und Delegationen von amerikanischen Investoren haben begonnen, das Land zu besuchen.
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