Eine Gruppe kubanischer Migranten, darunter auch ältere Menschen, wurde in Tapachula, Chiapas, von städtischen Beamten gewaltsam geschlagen und vertrieben, ein Vorfall, der Empörung innerhalb und außerhalb der Migrantengemeinschaft ausgelöst hat.
Die Ereignisse fanden im Parque Miguel Hidalgo statt, wo mehrere Kubaner — viele gerade aus den Vereinigten Staaten deportiert — versuchten, zu überleben, indem sie Kaffee verkauften oder ihre Handys aufluden, nach Wochen der Reise und Prekarität.
Laut einem Bericht von Tribuna de México
Test witnesses recorded the moment when a man around 60 years old was pushed to the ground and assaulted by officials. In another video, shared on social media, several employees can be seen restraining a 70-year-old Cuban while he remains defenseless on the floor, amidst shouts of "¡discriminación!" from those who witnessed the scene.
Laut El País
Einer der Angegriffenen, identifiziert als Eduardo Tosco, berichtete, dass er niemals gewalttätig war. „Sie hat meinen Rucksack geworfen, und als wir stehen blieben, begannen ihre Kommilitonen, uns zu schlagen“, erzählte er. Sein Zeugenaussage widerspricht offiziellen Versionen, die versuchten, das Geschehen zu rechtfertigen, indem sie angebliche unangemessene Verhaltensweisen der Migranten anprangerten.
Der Fall hat die Alarmglocken bei Aktivisten und Menschenrechtsverteidigern läuten lassen. Luis Villagrán kritisierte eine zunehmende Kriminalisierung von Ausländern in Tapachula, einer Stadt, die sich zu einem Stützpunkt für tausende von gestrandeten Migranten entwickelt hat. „Das ist eine Verletzung der Menschenrechte“, erklärte er.
Die Kontroversen verschärften sich weiter, als die kommunalen Behörden die beteiligten Migranten als "psychisch kranke Personen" einstuften, was heftige Kritik wegen des stigmatisierenden Tons und des Fehlens von Beweisen auslöste.
Tapachula ist derzeit eines der hauptsächlichen Ziele, wo Migranten, die aus den Vereinigten Staaten abgeschoben werden, gestrandet sind, darunter Tausende von Kubanern, die sich in einem migrationsrechtlichen Limbo befinden, ohne Ressourcen und ausgesetzt gegenüber Missbrauch. Allein in den letzten Monaten wurden rund 8.000 Inselbewohner in diese Region im Süden Mexikos geschickt, wo sie zwischen Unsicherheit, Mangel an Möglichkeiten und, wie in diesem Fall, institutioneller Gewalt überleben.
Die Bilder der Räumung haben das Drama der kubanischen Migration erneut greifbar gemacht: Männer und Frauen, die nach dem Verlassen der Insel auf der Suche nach einer besseren Zukunft neuen Episoden von Misshandlungen fernab ihrer Heimat gegenüberstehen.
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